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Schachzwerge on tour

Vororteindrücke

Den Blog werden wir nutzen, um über mehrtägige Turniere oder Trainingslager ein paar Eindrücke nach Hause zu schicken.

Keine Punkte, aber zufriedene Gesichter am Finaltag

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Mon, October 28, 2019 10:55:51

Mit etwas Verspätung hier noch der Tagesbericht vom letzten Spieltag.
Leider hielt das Finale keine weiteren Punkte für die Schachzwerge bereit.

Laura traf auf die in Weiß spielende Michalina Popczynska (955, MUKS MDK Srodmiescie), der man doch relativ früh anmerkte, dass die polnischen Teilnehmer sich im Vorfeld der IEM immer erst noch in einem speziellen Auswahlturnier bewähren mussten. Der italienischen Eröffnung ihrer Gegnerin trat Schwarz mit einer skandinavischen Verteidigung entgegen. Trotz der zu häufigen Springerzüge von Schwarz in der Anfangsphase und den tendentiell besseren Akzenten von Weiß war die Partie bis ins Mittelspiel hinein überraschend ausgeglichen. Erkennbar war jedoch, dass Weiß von Anfang an bemüht war, das Feld mit gezieltem Abtauschen bestmöglichst zu lichten. Den Abtausch der Damen scheuten letztlich jedoch beide.
In der weiteren Partie setzte sich dann aber doch das Mehr an Erfahrung auf Seiten von Weiß durch, die sich zunächst einen positionellen Vorteil erspielte. Ein eingestellter Springer von Schwarz verhalf ihr dann zum erforderlichen materiellen Vorteil, den Weiß im Folgenden zu nutzen verstand. In dem Versuch, mit einem mutigen Angriff das Blatt wenden zu können, vernachlässigte Schwarz den Schutz der eigenen Grundlinie, übersah die entscheidene Matt-Drohung und musste sich nach 30 Zügen geschlagen geben.

Luise spielte in ihrem letzten Turnierduell gegen Erik Dotschuweit (ohne DWZ, ESV Nickelhütte Aue) eine italienische Partie. Die Eröffnung verlief recht ausgeglichen, auch wenn Schwarz nach einem Abtausch von Läufer gegen Springer leichtfertig einen Bauern verschenkte. Schwerer wog dagegen etwas später ihr Säumnis, nicht frühzeitiger rochiert zu haben, das Weiß mit einem kurzen Zwischenschach per Läufer dankend aufgriff. Mit einem einfachen Königszug anstelle des c-Bauern als Reaktion verbaute sich Schwarz leider die Möglichkeit einer nachfolgenden Rochade. Weiß brachte seine Leicht-Figuren und stand nach diesen weiteren Zügen deutlich aktiver. Mit einer Dame-gestütztzen Läufer-Gabel auf der Gegnerin Dame und Turm sicherte sich Weiß auch nach Retour-Schlag des Springers einen weiteren Materialvorteil, den er nach weiteren Zügen zum Spielsieg verwerten konnte.

Damit waren für unsere zwei Schachzwerge die Punkte vom Vortag auch automatisch der Endstand des Turniers. Luise erspielte sich mit respektablen 2,5 Punkten den 52. Platz und wurde am Ende mit ihrer ersten DWZ (764) belohnt. Laura sammelte mit 3 Punkten einen halben Zähler mehr und konnte sich eines 47. Platzes erfreuen. Auch wenn dieser in Ihrem Falle mit einem marginalen DWZ-Verlust von 859 auf 841 einherging, haben beide ihre selbstgesteckten Ziele erreicht und sind dementsprechend auch sehr zufrieden.
Den Höhepunkt des Tages bildete die Siegerehrung, bei der sich beginnend mit dem 1. Platz alle Teilnehmer der Reihenfolge Ihrer Platzierung nach ein Turniergeschenk aussuchen durften. Nach der Siegerehrung ging es nochmal kurz zum Basteln in die Seidenblumen-Manufaktur, bevor die Heimreise mit einem kleinen Abstecher in die Bastei noch ein kleines Highlight zum Ausklang des Tages erfuhr.
Insgesamt können unsere Zwerge auf eine tolle und erlebnisreiche Woche zurückblicken und fahren mit einem großen Gewinn an Turniererfahrungen nach Hause. Mit Wehmut steht fest, dass sie im kommenden Jahr leider zu alt sind und dann nicht noch einmal teilnehmen dürfen.

— Fotos folgen —



Tag 5: Mit 2,5 Punkten unser erfolgreichster

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Sat, October 26, 2019 04:57:30

Der heutige Tag lief wieder gut für die Schachzwerge. Laura holte einen Punkt und Luise reicherte ihr Konto sogar um 1,5 Zähler an.

In der Vormittagsrunde traf Luise zunächst in Schwarz auf Thomas Grundel-Kawano (ohne DWZ, USC Magdeburg). Es wurde beidseitig mit Italienisch eröffnet, wobei aber nur Schwarz letztlich rochierte. Mit einem sehr unglücklichen Springerzug auf d4 bescherte Weiß seiner Gegnerin gleich ein doppeltes Geschenk: Der Zentrumsbauer konnte mit seinem Schlagzug exd4 zugleich eine Gabel auf Läufer und zweiten Springer setzen, von denen letzterer anschließend fiel. Im 17. Zug sammelte ihr König dann zusätzlich auch noch den auf B7 unbedacht gespielten weißen Läufer ein, bevor fünf Züge später ihr Turm die Schach gebende weiße Dame verspeiste, um daraufhin aber selbst vom schwarzen Turm verspeist zu werden.

Im 28. Zug stand Weiß mit 12 Materialpunten mehr klar auf Sieg und ein Matt in 2 lag in der Luft, schaffte es aber von dort aus nicht aufs Brett. Dann jedoch wendete sich das Blatt, als Luise leider ihre Dame einstellte und sich die Zähne daran ausbiss, Schwarz mit trotzdem noch verbleibenden Materialvorteil von 1 Turm + 3 Leichtfiguren gegen 2 Türme erfolgreich Matt zu setzen. Schwarz fand wieder zurück ins Spiel und schaffte es, nach zwischenzeitlichem ungewollten Abtausch des eigenen Turms gegen den gegnerischen Springer äußerst erfolgreich mit dem zweiten Turm die übrigen Figuren nach und nach einzusammeln verstandt. Mit Turm und König gegen Bauern und König hätte am Ende Weiß die Partie für sich entscheiden können, ließ dann aber doch ungewollter Weise ein Patt seiner Gegnerin zu. Angesichts der sehr wechselhaften Partie ein faires Ergebnis.

Laura spielte ihre erste Begegnung des Tages in Schwarz gegen Christoph Posern (987, SG Burgtonna). Der zuvor immer mit Italienisch anziehende Christoph wählte diesmal allerding überraschender Weise d4 als ersten Zug. Schwarz entwickelte ihre Leichtfiguren eher suboptimal auf die Italienisch-Positionen, bevor sie zudem auf den schwachen Damenflügel rochierte. Nachdem Weiß jedoch im 13. Zug seine Dame einstellte, konnte Laura ihren bereits eingeleiteten gebündelten Angriff auf die Ecke des weißen Königflügels vorantreiben. Im 27. Zug vermochte sie dann erfolgreich den Gegner Matt zu setzen.

Ihre zweite Partie des Tages gegen Daniel Nagel (914, TSG Oberschönweide) eröffnete Laura mit einem überraschenden Evans Gambit. Leider vergaß sie die klar indizierte rechtzeitige Rochade und wurde dafür mit einer Gabel auf König und Turm bestraft. Im weiteren Verlauf vermochte sie den Materialrückstand auf eine Qualität zu verringern, übersah dann aber in der heißen Phase die gegerische Dame und stellte infolge dessen die eigene ein, bevor sie kurz darauf matt gesetzt wurde.

Luise traf derweil mit Gia Huy Tran auf den dritten Vertreter des USC Magdeburg. Eine Mitschrift der Partie liegt momentan nicht vor, sie soll aber dem Vernehmen nach sehr wechselhaft gewesen sein. Am Ende konnte sich Luise erfolgreich durchsetzen und sicherte sich damit ihren 2,5ten Turnierpunkt und liegt damit knapp hinter Laura, welche wie schon Svenja im Vorjahr mit 3,0 Zählern in die finale Turnierrunde startet.

Wir drücken beiden für ihr letztes Spiel morgen ganz fest die Daumen. Laura trifft dann auf Michalina Popczynska (955, MUKS MDK Srodmiescie) und Luise auf Erik Dotschuweit (ohne DWZ, ESV Nickelhütte Aue) Wer weiß, vielleicht ist da ja noch was drin… 🙂



Kein Punkt, aber umso mehr Spaß an Tag 4

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Fri, October 25, 2019 12:04:07

Am 4. Spieltag war den Schachzwergen leider kein Turnierpunkt beschieden.
An Brett 27 setzte Luise der italienischen Eröffnung des in Weiß spielenden Justin Michael Fadeev (ohne DWZ, SV Hellas Nauen) eine Zweispringer-Verteidigung entgegen. Die darauffolgende typische Gabeldrohung mit Sg5 erkannte sie offenbar nicht als solche und schlug den weißen Zentrumsbauern. Der Verlust des Turms war nicht mehr abzuwenden. Statt einer umso konsequenteren Entwicklung der Figuren folgte ein unnötiger Rückzug von Springer und Dame, die neben Tempoverlusten auch eine Behinderung der eigenen Figuren nach sich zogen. Den Material- und Stellungsvorteil wusste Weiß auszunutzen. Nach einer Gabel auf König und Dame, fielen neben letztgenannter nach und nach auch die übrigen Leichtfiguren. Luise zeigte sich dennoch wehrhaft und hielt sich wacker bis zum Matt im 29. Zug.

Laura hatte an Brett 17 mit Lennik Rempe (1103, SK Doppelbauer Kiel) einen Gegner mit deutlichem Erfahrungsvorteil, der jedoch ebenfalls erst zwei Turnierpunkte gesammelt hatte. Auch hier stand nach drei Zügen Italienisch mit Zweispringer-Verteidigung auf dem Brett, allerdings mit dem Schachzwerg in Weiß spielend. Nach 10 Zügen und einem Leichtfigur-Abtausch war Schwarz zwar materiell zwei Bauern im Rückstand, doch mit drei halboffenen Linien und einer deutlich aktiveren Stellung, während Weiß lediglich Dame und Springer auf beiden Flügeln verteilt ins Spiel gebracht hatte.
Ein durch den Turm gedeckter Spieß auf Dame und Turm bescherte Schwarz den ersten Materialvorteil. Beim folgenden Gegenangriff mit Dame und Läufer zum Matt auf g7 war Laura zu sehr auf die eigenen Möglichkeiten fokussiert, übersah die durch Schwarz mit Te8 und Lb4 seinerseits aufgebaute Mattdrohung auf e1 und musste sich im 18. Zug geschlagen geben.

Nach dieser nicht so erfolgreichen 6. Runde erwartete alle Kids wieder ein spielfreier Nachmittag. Die durch das Freizeit-Team nach dem Mittag angebotene Schatzsuche war ziemlich nachgefragt. Mit lustigen Wettstreiten wie Bänderfangen, “Herr Fischer”, Dosenwerfen, uvm. konnten sich nach und nach Hinweise für die weiteren Stationen erspielt werden, an deren Ende ein kniffliger Buchstabensalat das Versteck des Schatzes verriet: P,A,R,N,S,E,P,H,E,T,U
Naaa… Wie schnell hättet Ihr es herausbekommen? 🙂

Die Festung Königstein bot ein weiteres Ausflugsziel, an deren Fuße auch noch ein spannender Kletterwald zu sportlichen Aktivitäten bei herrlichem Wetter einlud. So ausgepowered schmeckte die Pizza beim Abendessen umso leckerer. Nach einer Folge “Lang lebe die Königin” ging es müde aber gut gelaunt und mit positiver Hoffnung auf den morgigen Spieltag ins Bett. Dann erwartet am Vormittag Luise in Schwarz Thomas Grundel-Kawano (ohne DWZ, USC Magdeburg), während Laura ebenfalls in Schwarz auf Christoph Posern (987, SG Burgtonna) trifft. Wir drücken beiden die Daumen.



Tag 3 und die nochmalige 100%ige Steigerung

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Thu, October 24, 2019 02:45:56

Tag 3 und die 100%ige Steigerung

Am heutigen dritten Spieltag standen für alle wieder zwei Partien auf dem Programm. Beide Schachzwerge, soviel sei bereits zu Beginn verraten, konnten hierbei jeweils einen Punkt einheimsen.

Luise spielte ihre erste Begegnung mit Schwarz gegen Long Nguyen (764, USC Magdeburg). Nach den ersten drei Zügen stand eine italienische Partie auf dem Brett. Nach dem 9. Zug war die Stellung auf dem Brett bis auf die Position des Damenläufers zwischen beiden Spielern exakt spiegelbildlich. Mit dem Wegzug des eigenen Springers stellte Schwarz dann jedoch die Dame gegen einen Läufer ein. 11 Züge und einen Leichtfigurenabtausch später war es dann aber Weiß, der seinerseits die eigene Dame dem Gegner zum Schlagen feilbot – ein Geschenk, das Luise aber erst zwei Züge später erkannte und dankend annahm. Da im Gegensatz zum zurückliegenden umgekehrten Falle ihr Läufer nicht zurückgeschlagen werden konnte, war Luise erst einmal Materialvorteil. Diesen wusste ihr Gegner aber über einen Turm-Spieß im 27. Zug auszugleichen, den Luise allerdings mittels Schach durch den wegziehenden Springer hätte verlustfrei parrieren können.
Während Sie im 31. Zug zunächst die mögliche Springergabel übersah, ergriff sie 5 Züge später dann aber die Chance, den unbedacht gesetzten Springer des von Weiß mit ihrem e-Bauern zu schlagen. Statt diesen nun auf der d-Linie nahenden Bauern auch auf Kosten eines etwaigen Abtauschs anzugreifen, versuchte Schwarz die Grundline mit seinen beiden Türmen abzusichern; eine Maßnahme, die sich aufgrund der Turmbatterie auf d7+d8 kurz darauf als ungeeignet herausstellte.
Den nach Abtausch der umgewandelten Dame und eines Turms gegen die beiden schwarzen Türme spielte Luise ihren Materialvorteil aus Turm & Springer aus. Ein zweiter durchgebrachter Bauer wurde interessanterweise in einen Turm umgewandelt, was Luise jedoch für ein springerunterstütztes Treppenmatt genügte und ihr den ersten Turnierpunkt einbrachte.

Laura traf in ihrem 4. Turnierspiel an Brett 24 in Weiß auf Matthias Lutz (766, SC Weiße Dame), der seine Partie überraschend mit einer skandinavischen Verteidigung eröffnete. Das angenommene Bauernopfer konnte Schwarz nach Abtausch von Springer gegen Läufer wieder zurückgewinnen und mit Zentrumsdame einen Stellungsvorteil zu erreichen, der ein Herausziehen der weißen Dame abgesehen von einem Damentausch unterband. Nach einem durch Weiß nicht antizipierten Läuferspieß des Gegners auf Dame+Turm tauschte Schwarz seinen Läufer vorteilhaft ab. Dies hinderte Weiß jedoch nicht daran, mit dem Läufer eine Schach- und Gabeldrohung auf c7 und gleichzeitig der Dame eine Mattdrohung auf a7 aufzubauen. Nach der dann folgenden Gabel auf die Schwarze Dame und den a7 schützenden Springer gab Schwarz die Partie nach 19 Zügen auf, was Laura ihren zweiten Turnierpunkt bescherte.

Vor der Nachmittagspartie wurde erstmal das obligatorische Gruppenfoto aller Teilnehmer gemacht. Die dann folgende zweite Runde des Tages war für beide Schachzwerte leider weniger erfolgreich, obgleich ihre jeweiligen Gegner durchaus in Schlagdistanz lagen.

An ihre Gegnerin Adelia Wartenberg (Hamburger SK) gab sich Luisa als Weihnachtsmann (bzw. -frau) und verteilte unnötig Geschenke, die letztere aber nicht immer erkannte bzw. annahm; so z.B. die weiße Dame, die drei Züge lang zunächst vom Läufer und kurz danach zusätzlich auch noch von der Dame hätte geschlagen werden können, aber nicht wurde. Die Mattdrohung auf g2 wusste Luise aber leider nicht adäquat zu parrieren. Vielleicht hätte bewusst etwas mehr genommene Bedenkzeit ihr noch Einfälle für eine bessere Antwort gebracht. Nachdem der störende beschützende Springer auf e3 durch den Schwarzen Läufer genommen wurde, hätte dieser mit dem Bauern zurückenommen werden müssen. Der stattdessen geführte Turmzug ermöglichte Schwarz dann aber leider, sein Matt zu vollenden.

Laura erging es an Brett 17 in Schwarz mit Ihrem Gegner Tim Zimmer (982, SAbt SV Werder Bremen), ähnlich.
Die eingeleitete italienische Eröffnung wurde durch sie ins Zweispringerspiel überführt. Als Fehler erwies es sich sich hierbei, den weißen Läufer erst mit dem h-Bauern und dann mit dem g-Bauern zu vertreiben, wurde doch hierdurch die den rochierten König schützende Bauernmauer weitgehend aufgelöst.
Bis zum 16. Zug hatte Weiß lediglich einen Bauern Materialvorteil, gleichwohl eine zugleich aktivere Stellung. Hätte sie spätestens bis dann den von der Dame versperrten Läuferweg freigegeben, wäre der folgende Schachangriff durch den Springer mit einem Leichtfigurenabtausch erledigt gewesen. So aber musste sie kurz darauf die Dame für diesen Zweck hergeben. Bei der Quali für die u10-DMM hatte sie gerade jüngst erst einen noch größeren Rückstand am Ende noch in einen Sieg zu verwandeln vermocht. Dieses Glück blieb ihr heute jedoch verwehrt. Der unnötige Wegzug des Turms als Beschützer des f-Bauerns läutete das Matt im 25. Zug ein.

Es lässt sich schwer sagen, ob bei einem der beiden Schachzwerge-Mädchen ein Sieg in der zweiten Tagespartie möglich gewesen wäre. In jedem Fall kann aber für den heutigen Spieltag auch so ein durchaus positives Fazit gezogen werden: Mit Ihrem Turnierpunkt ist Luise jetzt nur noch ein Spiel mit bereits DWZ-bewertetem Gegner von der eigenen DWZ entfernt. Und Laura hat nach dem dritten Spieltag nun bereits ihr selbst gesetztes Minimalziel von 2 Punkten als Endleistung des Vorjahres erreicht. Beide liegen im Moment leicht über ihrer Position in der initialen Setzliste und spielen damit durchaus im Rahmen der Erwartungen. Wir drücken unseren Schachzwergen die Daumen für die kommenden Spieltage, insbesondere für morgen, wenn Luise auf Justin Michael Fadeev (SV Hellas Nauen) und Laura auf Lennik Rempe (1103, SK Doppelbauer Kiel) trifft.



Tag 2 und der erste Punkt für die Schachzwerge

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Wed, October 23, 2019 22:33:43

Der Tag ließ bereits zu Beginn Gutes verheißen, startete er doch mit einem herrlichen Morgenrot.

Beide Schachzwerge spielten in Weiß. Luise eröffnete ihre Partie gegen Aris Buchinger (777, SF Neuberg) an Brett 26 mit einem klassichen Italienisch in der ruhigen 4.c3-Variante (Giuoco Pianissimo). Auf den wegen 4. … h6 gespielten kürzeren Läuferzug Le3 erfolgte ein früher Abtausch der Läufer, in dessen Folge Luise mit einem fast vollständigen Stierkopf ziemlich gut aufgebaut da stand. Nach beiderseitiger Rochade im 8. Zug und weiteren Entwicklungszügen folgte ein erneut gegnerseitig eingeleiteter Abtausch des zweiten Läufers. Bis zu diesem 13. Zug war die Partie absolut ausgeglichen und ohne erkennbaren Stellungsvorteil. Beim folgenden generischen Versuch, auch noch die Damen abzutauschen, übersah Luise dann aber leider die Schlagmöglichkeit ihres Springers als Gegenzug.
Die restliche Partie aus materiellem Rückstand heraus lag Luise nicht so recht. Ein rein passives Spiel war ihr wohl als wenig zielführend bewusst. Leider waren die Angriffszüge bzgl. der möglichen Reaktionen aber nicht zu Ende durchdacht. Für den Gegner leicht zu parrieren zogen sie teilweise auch einen eigenen Materialverlust nach sich. Mit dem 38. Zug musste sie sich wegen Matts geschlagen geben.

Besser lief es für Laura, die an Brett 24 auf Thomas Grundel-Kawano (ohne DWZ) vom USC Magdeburg traf. Ihr Königsspringerspiel als Auftakt zum Italienisch stieß auf eine russische Verteidigung. Nach paarweisem Schlagen der Zentrumsbauern sicherte Laura die offene e-Linie mit Ihrer Dame und holte nach unbedachtem 4. … Lc5 die erste Qualität. Die Entwicklung des zweiten Springers im sechsten Zug konterte Weiß mit einem vor diesem Hintergrund sinnvollen Abtausch durch den eigenen. Ihren leichten Materialvorteil hielt Laura aufrecht, bis Schwarz mit Le3 im 9. Zug unnötigerweise noch zusätzlich einen Läufer einstellte.
Ebenfalls unglücklich für Thomas war das Wegziehen des Turms auf die offene e-Line angesichts der beriets im vorigen Zug per 9.Df5 eingeleiteten Schachdrohung durch Dame und Läufer. Dieses Geschenk nahm Laura mittels 11.Dxf7+ auch an, gleichwohl der alternative Läuferzug angesichts der damit gleichzeitig gesetzten Gabel auf Turm und König sinniger gewesen wäre. Auf 12.b3 hin versäumte Schwarz seine Dame noch rechtzeitig zu entwickeln und ließ seine Gegnerin ungewollt gewähren. Auf die von ihr mit Lb2 gesezte Mattdrohung reagierte Schwarz mit dem längst überfälligen aber nun nicht mehr geeigneten Tf8, woraufhin Laura mithilfe ihrer Königin nach 14 Zügen ihren ersten Turnierpunkt einholte. Die anschließende Spielanalyse drehte sich vor allem um die ungeachtet des klaren Partiegewinns trotzdem enthaltenen schwachen Züge, die ein spielstärkerer Gegner entsprechend hätte ausnutzen können.

Die Zeit bis zum Mittag und der spielfreie Nachmittag wurde für diverse Freizeitaktivitäten bei herrlichem Wetter genutzt: Inlinern auf dem KiEZ, eine Plauderei mit der Hauskatze, ein Ausflug zum nahegelegenen Nationalpark, Tischtennis usw… Und zum Ausklang dieses Tages wurde am Abend noch der Gute-Nacht-Geschichte des Freizeit-Teams gelauscht. Wir hoffen, dass der kommende Tag auf diesem kleinen Erfolg seines Vorgängers aufbauen mag und vor allem Luise ihren verdienten ersten Turnierpunkt einstreicht.



Kein Pünktchen, aber umso mehr Sonne

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Tue, October 22, 2019 03:22:44

Die ersten beiden Runden der 19. IEM u8 in Sebnitz sind Geschichte.
Zum Start in den Turnierauftakt wurde das erste Partie-Gedicht vorgetragen:

“Folge nicht dem ersten Einfall,
sonst erlebst Du manchen Reinfall!
Prüfe erstmal zur Genüge:
Gibt’s noch andre gute Züge?”

Unsere Schachzwerge versuchten diesem Motto getreu sich die notwendige Zeit zu nehmen, ihre Züge gründlich zu durchdenken. Die italienische Partie, die bei beiden jeweils aufs Brett kam (Luise in Weiß, Laura in Schwarz), gab beiden die Sicherheit, in gewohnten Fahrwassern unterwegs zu sein.

Wie es ihrer Mitstreiterin im Vorjahr nicht anders erging, ließ Luise sich von ihrem zügig spielenden Gegner Yungsheng Zhau (1001, SK Langen) leider dazu verleiten, schneller zu ziehen, als es notwendig gewesen wäre. Bis zum 11. Zug war die Partie absolut ausgeglichen. Dann jedoch schwächte Sie ihre Bauernstruktur, was der Gegener auszunutzen wusste, zunächst zwei Bauern einsammelte und dann gleich abzustauschen versuchte. Nach einem leider sehr unglücklichen Springerzug ward dieser gefangen und wurde auf der Flucht vom gegnerischen Bauer geschlagen, welcher zugleich per Abzug unbemerkt die Linie zum Damenabtausch freigab. Mit einer Leichtfigur und zwei Bauern im Plus spielte Luises Gegner daraufhin den Vorteil sukzessive aus und sicherte sich im 36. Zug das Matt.

Lauras Partie gegen Clara Mehner (1111, USG Chemnitz) verlief in puncto Material- und Stellungsverhältnis nicht ganz so strikt monoton. Zwar stellte sie mit der im 6. Zug statt der Rettung des Läufers gewählten Rochade ungewollt ihre erste Leichtfigur ein und musste weitere 6 Züge später gabelbedingt Ihren Turm für einen Läufer hergeben. Doch ließ sie ihre Gegnerin nicht kampflos gewähren und holte sich im 19. Zug über eine Springergabel eine Qualität zurück, hätte hierbei aber lieber gegen den Turm auf der geschlossenen a-Linie als den auf der offenen e-Linie tauschen sollen.
Nach Vertreiben der weißen Dame war die Stellung wieder weitgehend ausgeglichen. Hätte sie daraufhin durch Aktivierung ihres bisher noch vor sich hin dämmernden Turmes oder einen gut platzierten Springerzug gleich weiter den Druck erhöht, hätte Laura wohl ihrerseits die Oberhand gewinnen können.
Trotz dieses stattdessen wenig später gefagenen Springers tat sich ihre Gegnerin schwer. Leider erkannte sie die von Laura über Dame und Turm eingeleitete Matt-Drohung noch rechtzeitig und schuf ihrem König einen Fluchtweg. Im Endspiel setzte sich Clara dann aber doch mit ihrer zusätzlichen Leichtfigur durch, blockierte mit ihrem Läufer Lauras Bauern und brachte den eigenen durch. Erst mit dem 61. Zug musste sich Laura ihrer 250 DWZ-Punkte stärkere Kontrahentin geschlagen geben und verließ mit ihr zusammen nach fast zwei Stunden als letzte den Turniersaal.

Am Nachmittag warteten auf die beiden Schachzwerge nur leicht DWZ-schwächere Gegner als in der 1. Partie: Laura durfte gegen Alexander Wartenberg (1079, Hamburger SK 1830) ans Brett, während Luise sich mit Oliver Spielvogel (928, Barnimer Schachfreunde) messen durfte. Allerdings stand nur für Luise ein Farbwechsel an, Laura also nochmals in Schwarz.
Diese 2. Partie unserer Schützlinge verlief daraufhin in ähnlicher Weise. Während Luise leider erneut ihren Zügen zu wenig Zeit einräumte und andernfalls vielleicht länger durchgehalten hätte, brachte Laura es in ihrer italienischen Partie erneut ins Endspiel, welches sie nach gut 57 Zügen dann aber leider ebenfalls abgeben musste.

Die bisher leere Punktausbeute sollte jedoch nicht Feststellung schmälern, dass wir bei beiden Schachzwergen solide Partien mit durchaus greifbaren Chancen auf dem Brett sahen und bei Laura im direkten Vergleich zum Vorjahr auch eine merkliche Steigerung erkennbar war. Die Erfahrungen des heutigen Tages stimmen zuversichtlich, morgen vielleicht bereits den ersten Punkt einfarhen zu können. Laura tritt dann mit Weiß gegen Thomas Grundel-Kawano (USC MD) an, während Luise mit Schwarz auf Aris Buchinger (777, SF Neuberg ) trifft.

Zwischen und nach den Spielen gab es neben ordentlicher Hausmanskost noch genug Zeit zum Spielen und Toben. Das herrliche Wetter und das KiEZ-Areal luden geradezu dazu ein. Mit einer Runde Matt-Memo und ein bisschen Fritz & Fertig (2) wurde aber auch noch ein wenig was fürs Schach getan. Am Abend wurde Laura von den USC’ler Kids und ihrer Trainerin auf eine Folge “Lang lebe die Königin” als Tagesausklang eingeladen.

Wir wünschen allen eine geruhsame Nacht.



Hallo Sebnitz!

IEM u8 2019 in Sebnitz Posted on Mon, October 21, 2019 14:05:52

Nachdem die größeren Schachzwerge gerade erst bei den MD-Open ziemlich erfolgreich abräumten, hat sich an diesem Wochenende nun eine kleine Delegation unserer Jüngsten wieder zur diesjährigen IEM nach Sebnitz aufgemacht (auch wenn Sie damit schweren Herzens auf eine Teilnahme an der 1. ABC-Cup-Runde kommenden Samstag verzichten müssen.)

Von den 6 Zwergen, die hier zusammen mit Ihrem Schneewittchen – ähm… Trainer – Michael im vergangehen Jahr noch eine Woche lang das (bzw. den?) KiEZ unsicher machten, konnte altersbedingt leider nur Laura noch ein weiteres Mal teilnehmen. Während die Schachzwerge hier beim letzten Mal mit ihrem gemischten Team nahezu jeden zehnten Spieler stellten, ist diesmal mit Laura und Luise ein reines Mädels-Duo am Start.

Die getrennte Anreise hat soweit reibungslos geklappt, sodass beide sich nach ihrem ersten Kennenlernen jüngst in MD heut pünktlich zur Eröffnung in der ersten Zuschauerreihe wiedertrafen. Leider wird die gemeinsame Zeit in dem kommenden Tagen wohl aber etwas kleiner ausfallen, da Luise nicht mit im KiEZ wohnt.

Nicht der einzige Wermutstropfen. Denn nach der auf schachlicher wie auch persönlicher Ebene wirklich ausgezeichneten Betreuung durch Michael im Vorjahr (vielen Dank noch einmal!!!), ist bereits jetzt eine gewisse Leere zu verspüren: Zumindest, wenn man vom Gruppenraum ausgeht, in dem anstelle nächtlicher Klönerei zwischen Trainer und Begleiteltern nur der Kühlschrank und die Laptoptastatur zu vernehmen ist. Und auch auf die trocken-humorvollen Kommentareinlagen werden wir in den kommenden Tagen verzichten müssen.

Jedoch konnte Michael wie im vorletzten Jahr die hilfsbereite Bettina Bensch aus Berlin für eine begleitende schachliche Betreuung unserer Mädchen gewinnen. Auch wenn eine Individualvorbereitung auf einzelne Partiegegner verständlicherweise zeitlich nicht möglich sein wird, steht sie in den kommenden Tagen für die wichtige Partieanalyse bereit. Auch durfte Laura heute an einem kleinen internen Team-Testspiel partizipieren (bei der die größere Spielstärke der Berliner aber bereits zu erkennen war.) An dieser Stelle schon jetzt einmal einen herzlichen Dank für die Unterstützung!

Den ersten Spielen am morgigen Tag blicken alle schon erwartungsvoll entgegen. Luise spielt an Brett 24 ihre erste Partie mit Weiß gegen Yungsheng Zhao (1001) vom SK Langen. Mit etwas Glück wird sie zum Ende des Turniers ihre erste DWZ erwarten. Laura (859) startet mit Schwarz ins Turnier. Sie wird an Brett 13 die noch etwas erfahrenere Clara Mehner (1111) vom USG Chemnitz erwarten. Als Turnierziel hat sie sich vorgenommen, ihre Vorjahresleistung von 2 Punkten zu bestätigen, würde sich über jeden weiteren Zähler aber umso mehr freuen. Wir sind gespannt, was die kommenden Tage so alles für uns bereithalten werden und drücken unseren Mädchen die Daumen.



WM 2019 in Indien-Tag 10

Uncategorised Posted on Sat, October 12, 2019 08:30:04

Heute ist der letzte Tag in Mumbai angebrochen. Seit 10 Uhr läuft die Runde, was eine ganz schöne Umstellung ist. Normalerweise hat Ole mindestens bis 10 Uhr sonst geschlafen… In der Nacht startet unser Flieger um 0:50 Uhr, so dass wir wohl spätestens um 21 Uhr vom Hotel mit dem Shuttle fahren müssen. Noch hoffen wir, dass bei den Organisatoren die Irritationen mit 12.50 p.m. oder a.m. gelöst worden und alles klappt. Die Vorbereitung fiel heute auf Grund der frühen Stunde sehr knapp aus. Ole hat entschieden seinen belgischen Gegner mit dem ersten Zug zu überraschen.

Gestern bin ich mal wieder etwas auf Entdeckungstour gegangen. Der eigentliche Plan, einen Tempel zu besuchen, scheiterte zwar, weil sich dieser in einer militärischen Sperrzone befand, dafür wurde aber die Gelegenheit genutzt durch einen Slum zu laufen. Gestartet wurde der Rundgang mit dem Auftakt einer Wahlveranstaltung, die mit kleinem Feuerwerk und lauten Trommlern und Verstärkern den gleichen Weg einschlug. Wir waren im Slum die große Attraktion. Es gab Selfies und Gruppenfotos und auch Fragen, woher wir kommen und was wir in Mumbai machen. Viele winkende Kinder und saubere Straßen. Ein paar Tiere durften natürlich auch nicht fehlen. An der Hauptstraße des Slums (im Gegensatz zu den sonstigen fünfspurigen Straßen, passte hier maximal ein Auto durch) waren alle möglichen Geschäfte zu finden. Ab und an wurden Steine auf dem Kopf transportiert, weil gerade am eigenen Haus gebaut wurde. Schweißtreibend war das ganze aber natürlich auch für uns Klimaanlagen gewohnte Deutschen. Eine Erfahrung aber auf jeden Fall, die ich nicht missen mag.

Nach dem positiven Teil muss natürlich nun auch der nicht so schöne Teil kommen. Die schachliche Ausbeute war an diesem Tag äußerst bescheiden. Ganze zwei Punkte erspielte die deutsche Delegation in der Vorschlussrunde. Positiv ist dabei der Sieg von Valentin, der nun noch nach oben schielen kann. Ole schloss sich dem an. Einer ausgeglichene Eröffnung, in der nicht viel los war, sein Gegner aber etwas mehr Raum hatte, folgte ein Bauerngewinn durch Ole. Diesen Bauern sollte man aber schnellstmöglich zurückgeben, damit die neugewonnene Freiheit der weißen Figuren wieder eingeschränkt wird. Die entstehende Stellung hätte dann aber eine ziemliche Remiswahrscheinlichkeit gehabt, so dass Ole den Bauern behielt und am Ende dem gegnerischen Königsangriff nicht standhalten konnte. Naja, Mund abputzen und weiter.

Im Kampf Deutschland gegen Indien steht es nach dem 4,5-0,5 für dei Gastgeber in dieser Runde nun 18-18.

Den Titel für die meisten indischen Gegner erhalten Rebecca uns Nikolas, die in 11 Runden jeweils auf 7 Gegner aus dem Gastgeberland trafen.



WM 2019 in Indien-Tag 9

WM 2019 in Indien Posted on Fri, October 11, 2019 13:29:02

Beim Schreiben des Blogs ist es gar nicht so einfach immer etwas außerhalb des Schachs zu finden. Nach fast zwei Wochen gibt es den typischen Tagesablauf, das gleiche Essen, ähnliche Aktivitäten. Eine davon ist auf jeden Fall der Pool, welcher gestern von Ole bis zum Schließen des Pools um 23 Uhr ausgiebig genutzt wurde. Ich nahm derweil an einer der berühmt berüchtigten Siedlerrunden teil, die zweimal den Favoriten zum Sieger krönte. Am Nebentisch spielte eine bunte Mischung an Nationalitäten ein ziemlich aktives Kartenspiel. Für Ablenkung ist also gesorgt. Gestern gab es dazu zum ersten Mal in den Tagen Fleisch, welches ganz ohne Knochen zubereitet wurde. Eine Wohltat. Ansonsten behrrscht der Koch sein Handwerk schon ganz gut. Aber der Einkauf spart wohl beim Fleisch, so dass in allem, was man so an nichtvegetarischen Gerichten zu sich nimmt, dass Fleisch kleingeschnitten an noch kleineren Knochen klebt.

Schachlich hält Oles Lauf an. Er hat heute seinen indischen Gegner sauber überspielt und den Vorteil aus Eröffnung stetig vergrößert. Genervt war er nur von ihm, weil er eine klar verlorene Stellung über fast vier Stunde dehnte, statt nach zwei Stunden jedem ein bisschen mehr Freizeit zu gönnen. So übte Ole am Ende auch noch mal das Treppenmatt. Der Trainer konnte sich natürlich nicht verkneifen, darauf hinzuweisen, dass das Matt auch schon ein paar Züge eher möglich war 🙂 Ole feiert derweil die (mit) längste Siegesserie im deutschen Team.

Insgesamt war der gestrige Tag für das deutsche Team auch sehr erfolgreich. 7,5 aus 9 ist schon eine deutliche Ansage. Leider hat die beste deutsche Medaillenhoffnung aus einer klar vorteilhaften Stellung einen halben der anderthalb Punkte abgegeben. Lara liegt aber immer noch auf Platz 3 und damit ist alles möglich. Heute steigt das Spitzenduell gegen die Erstplatzierte Russin.

Heute gibt es weiterhin den u14 Länderrückkampf Deutschland-Indien. Nachdem die gestrige Runde mit 4-0 klar an Deutschland ging, hoffen wir auf eine Fortsetzung.

Deutschland-Indien 17,5-13,5.



WM 2019 in Indien-Tag 8

WM 2019 in Indien Posted on Thu, October 10, 2019 12:29:33

So langsam nähern wir uns dem Rückflug. Es sind nur noch zwei Nächte und dann sind die Tage bei über 30 Grad mit Pool und Seeblick vorbei. Während der gestrigen Runde habe ich meine Tuk-Tuk Premiere gehabt. Diese als Taxis umgebauten Mopeds geben einem einen ganz anderen Einblick in den Verkehr der siebtgrößten Stadt der Welt. Man ist noch viel näher dran, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, wenn der Fahrer mit Vollgas auf den Stau zurast oder mit geschickten Schlenkern sich den Weg durch das Verkehrsdickicht bahnt. Zu lange Reisen sollte man aber wohl nur mit Sauerstoffmaske machen, da man dem Smok der Autos, Busse, Motorräder, Mopes, LKWs doch recht direkt ausgesetzt ist. Ein Erlebnis ist es auf jeden Fall.

Schachlich mühte sich Ole derweil gegen einen Schotten. Dieser wurde in der Eröffnung überrascht und so stand Ole deutlich besser. Das Spiel auf ein Tor wurde es dann doch nicht ganz, weil ein eigenartiger Abtausch Oles Stellung deutlich verschlechterte und damit Gegenspiel möglich war. Die Chance erkannte der Schotte jedoch nicht, weshalb es nach ein bisschen durchatmen, doch wieder zum Spiel auf ein Tor wurde. Am Ende wurde der Sieg sauber eingetütet, so dass nun 3 Punkte auf dem Konto stehen. Der Blick auf die ELO Entwicklung wurde allerdings nicht deutlich besser und wird es bis zum Ende des Turniers auch nicht mehr. Es heißt eher schlimmeres zu verhindern. Ole nimmt es mit Gelassenheit und freut sich auf Ratingpreise 🙂

Für Deutschland lief die gestrige Runde eher nicht optimal. Es war die schlechteste Punkteausbeute einer Runde in diesem Turnier. So ist mit Lara eigentlich nur noch eine Medaillenkandidatin verblieben. Drücken wir ihr besonders die Daumen.

Im Dauerländerspiel Deutschland-Indien fehlte gestern noch der Zwischenstand. Die Inder konnten am Tag vor dem Ruhetag verkürzen und gestern gar ausgleichen: 13-13. In der u14 gibt es heute das komplette Länderspiel. Alle drei Jungs und Rebecca spielen gegen Inder.



WM 2019 in Indien-Tage 6 und 7

WM 2019 in Indien Posted on Wed, October 09, 2019 10:45:52

Wir befinden uns nun auf der Schlussgeraden der WM. Gestern war der freie Tag an einem indischen Feiertag. Damit der gewohnte Tagesrhythmus nicht durcheinander kommt, ging es zum Ausflug erst 15 Uhr los. Die Zeit vorher wurde für einen intensiven Poolbesuch genutzt. Das Wasser ist dabei genauso warm wie die Umgebung. Der Blick vom Pool zum angrenzenden See ist schon schön.

Kurz zurück zum Tag an dem das Murmeltier besiegt wurde. Der Druck auf Ole war am Montag schon etwas höher. Schließlich drohte bei einer weiteren Niederlage der absolute Nackenschlag mit dem spielfrei Los. Sein Gegner kam aus Macao und war nicht ganz unbekannt, besiegte er 2015 bei der WM in Griechenland in Runde 2 Tobi. Wie aussagefähig die ELO Zahlen hier sind, zeigt ein Blick auf die Entwicklung der Zahl von Ip Weng Tou. Er hat aktuell 9 Punkte weniger als 2015. Das sich Zehnjährige Kinder, die ihr Land bei vielen internationalen Meisterschaften vertreten, gar nicht weiter entwickeln, scheint mir eine sehr unlogische Annahme.

Das Spiel lief wie immer. Die Eröffnung verlief leicht angenehmer für Ole, dann gab es auch wieder einen falschen Plan, der den Gegner in Vorteil brachte. Der Unterschied diesmal war allerdings, dass die Zeitnot diesmal beim Gegner lag und er eine gewinnbringende taktische Ressource nicht sah. Danach war es ein Spiel auf ein Tor und Ole gewann leicht und locker.

So wartet heute ein Schotte auf Ole und das spielfrei Gespenst ist noch nicht verjagt. Eine Niederlage heute würde den worst case sehr wahrscheinlich werden lassen.

Gestern tauchten wir in das indische Leben ein. Eine kurze Besichtigung des einzigen Strandes, des berühmten Victoria Bahnhofs (um diesen in Ruhe betrachten zu können, gibt es mitten im Verkehr eine Plattform) und des Gateway of India verliehen einem einen Eindruck des Lebens hier. Dazu gab es viele interessante Ausblicke aus dem Bus und Einblicke in den indischen Alltag durch den Reiseführer. Für die gut 30 km vom und bis zum Hotel haben wir jeweils ca. 90 Minuten gebraucht… Beschreiben kann man das kaum alles. So wurde am Strand ein riesiges Fest zu Ehren der vielen indischen Götter gefeiert, zu dem die Menschen auf Lastwagen angereist kamen; jeweils mit der eigenen Gottesfigur im Schlepptau, so dass etliche Personen auf dem LKW Führerhaus fuhren…

Den Abschluss des Abends bildete die Einladung in die Privatwohnung der deutschen Vizekonsularin. Eine solche Einladung erhält man wohl auch nicht so oft. Das Essen war eine willkommene Abwechslung zum Essen im Hotel, auch wenn dort indisch serviert wurde.



WM 2019 in Indien – Tag 5: Und täglich grüßt das Murmeltier

WM 2019 in Indien Posted on Mon, October 07, 2019 14:57:13

Auch gestern war wieder ein Tag bei der WM. Es war ein Sonntag, die Sonne schien bei angenehmen 33 Grad (naja, zumindest wenn man nicht draußen arbeiten musste). Es gab im Hotel wieder leckeres Essen. Reis mit diversen Soßen und dazu ein Pasta-Live-Cooking. Schach wurde auch gespielt. Das Ergebnis kann der geneigte Leser der Überschrift entnehmen. Es ist manchmal wirklich wie verhext. Wenn es nicht läuft, dann geht es richtig daneben. Man kann nicht sagen, dass Ole schlecht gespielt hat. Es sind leider nur die falschen Entscheidungen in den wichtigen Momenten. Nachdem nun sogar der große FC am Samstag in der 92. Minute das 1-1 gegen Schalke schaffte und von der Rückkehr des Spielglücks sprach, waren wir hier auch großer Hoffnung. Was dem FC gelang, der Big Point in der Schachspielzeit, war Ole nicht vergönnt. Da hat der Gegner die vorteilhafte Stellung sauber nach Hause gefahren. Auch das war wie in den Runden vorher: Ole stand nach der Eröffnung klar besser, aber es gab nicht den einen einfachen Weg zum großen Vorteil, sondern nur den gewagten unter Opfern. Der wurde nicht beschritten, lieber die Sackgasse genommen, die am Eingang verlockend aussah. Hilft nichts, Mund abputzen und weiter kämpfen um das Selbstbewusstsein zurückzuholen.

Spoiler: Morgen (oder auf Grund des freien Tages auch erst übermorgen) gibt es eine andere Überschrift, wie ich gerade erfahren habe 🙂

Nach dem Abendessen hat sich Ole dann ein paar Erfolgserlebnisse geholt. Online wurden ein paar Siege eingefahren und im Mate in one Contest (http://sebastianlague.site/chess/mate-trainer/?timed=true&suddenDeath=true&resetTimerOnSolve=true&startTime=10) hat er tatsächlich mehr als doppelt so viele Aufgaben in Folge wie sein Trainer gelöst.

Für Deutschland läuft es derweil sehr gut. Heute war der Generalkonsul bei der WM und hat am zweiten Brett der u18w, dem von Lara, die 7. Runde eröffnet. Mit 4,5 Punkten sind Valentin, Lara und Oliver weiter vorne dabei. Mit 4 Punkten liegen Collin, Nikolas und Annmarie aber auch noch gut im Rennen.

Im Duell mit dem Gastgeber haben wir den Vorsprung vergrößert und führen nun 11-8



WM Indien 2019 – Tag 3 und 4 (oder auch die vergessenen Tage genannt)

WM 2019 in Indien Posted on Sun, October 06, 2019 13:15:00

Gestern gab es keinen Eintrag im Blog zur gewohnten Zeit (immer dann wenn gerade die nächste Runde läuft). Dies hatte zwei Gründe. Zum einen war die Partie von vorgestern zu deprimierend (ich hatte sie bis zum Schreiben dieser Zeilen wieder vergessen :)) und zum anderen habe ich die Zeit der Partie für einen Ausflug in die große Stadt (naja, eher in ein großes Einkaufscenter) genutzt.

Fangen wir mit dem Positiven an. Mumbai ist wirklich beeindruckend. Auch wenn ich mir nicht vorstellen kann, hier zu wohnen, sind die Eindrücke, die einem beim Verlassen des Hotels entgegenströmen, überwältigend. Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil sie so ungewohnt sind. Verlässt man das Hotel mit uber (der von Touristen wohl meistgenutzten Fortbewegungsart, die noch dazu unverschämt billig ist), erreicht man nach Verlassen des 5 Sterne Komplexes eine Straße, die bei uns wohl nicht mal die Zulassung als Feldweg erhalten hätte: Schlaglöcher sind gar nicht mehr zu zählen, Asphalt sucht man an manchen Stellen vergeblich). Diese Straße führt direkt hinein ins Chaos. Fünf Minuten später geht beim Verkehr kaum noch etwas. Tuk-Tuks kommen von links, rechts und vorne, dazwischen noch ein paar Fußgänger und Motorräder, die den Helm vorzugsweise am Lenker transportieren. Jeder hupt so, als würde die Funktionsweise des Fortbewegungsmittels davon abhängen, dass die Hupe regelmäßig benutzt wird. Unterwegs sieht man dann Hühner, Hunde, Kühe, Ziegen, kleine Kinder und viele Straßenstände. Alles wild durcheinander ohne das die Menschen hektisch wirken. Die 7 km bis zum Einkaufscenter haben wir in knapp einer Stunde für den Spottpreis von ca. 4 Euro zurückgelegt und sind schon wieder in einer anderen Welt. Sicherheitsschleusen direkt am Einkaufscenter, dahinter viele Geschäfte, die auch in Europa in jedem Einkaufscenter zu finden sind. Dazu Jamie Olivers Pizzeria, bald ein Döner, ein Kinderspieleland, was alle Kinderaugen glänzend macht und natürlich deutsche Preise. Zurück ins Hotel ging es dann ähnlich. Am Tor zum Hotelgelände wurden Koffer- und Motorraum mit Hundeunterstützung durchsucht und die Ruhe kehrte zurück.

Zum schachlichen: Vorgestern wollte Ole einfach viel zu viel und viel zu schnell. Gegen seinen Gegner aus Kirgisistan stürmte er los wie die Feuerwehr und schwächte seine Königsstellung viel zu sehr. Der Gegner verpasste zwar das direkte Ausnutzen, ein weiterer Schnitzer von Ole besiegelte aber das schnelle Ende. Gestern lief es gegen die Vereinigten Arabischen Emirate schon deutlich besser. Die Vorbereitung kam direkt aufs Brett und Ole erfreute sich einer deutlich besseren Stellung. Diesmal nur etwas zu zaghaft verpasste er Fortschritte zu machen. Zwei prophylaktische Züge des Gegners später ging wie von Zauberhand nichts Vernünftiges mehr für unseren Schachzwerg. Wenn es nicht läuft kommt auch noch Stellungspech dazu.

Aber Mund abputzen. Heute ist Bergfest und dieses zelebriert er mit einem Engländer. Gegen Europa ist Ole noch ohne Punktverlust.

Für die Deutschen läuft es insgesamt ganz gut. Mit Lara, Annmarie, Valentin und Oliver liegen vier in den Top Ten. Noch ist aber erst Halbzeit, so dass vieles möglich ist.

Zwischenstand Indien-Deutschland 8,5-6,5



WM 2019 in Indien – Tag 2

WM 2019 in Indien Posted on Fri, October 04, 2019 12:27:49

Gestern war der wohl intensivste Tag der WM: Die einzige Doppelrunde des Turniers stand auf dem Plan. Die Partien waren für 10 Uhr und 17 Uhr angesetzt. Da Ole am Vortag bis halb neun spielte, danach noch Abendessen, eine kurze Auswertung und ein grober Plan für die kommende Partie anstanden, hielt sich das Schlaffenster in engen Grenzen.

Los ging es gestern dann um acht mit der Vorbereitung auf den jungen US-amerikanischen (Schach-) Titelträger, der auch noch in der u12 spielberechtigt gewesen wäre. Nach dem Frühstück ging es dann direkt zur Runde, um das Aufzugchaos zu meiden. Das Sicherheitskonzept des Hotels sieht einen Verzicht auf Treppen vor, damit man nur in die eigene Etage kommt. Im Aufzug funktioniert das mit der Zimmerkarte. Warum man die Treppenhäuser nicht auch mit Schlössern sichern kann, die nur mit der Zimmerkarte nach innen zu öffnen sind, ist allerdings unklar. So jedenfalls ist die einzige Möglichkeit nach unten zu kommen der Aufzug. Wenn aber über 500 Personen mit dem Aufzug zur gleichen Zeit nach unten wollen, dauert dies etwas.

Die Partie verlief am Anfang wie geplant. Der vorbereitete Spanier kam aufs Brett, wenn auch leicht variiert. Ole baute Druck am Königsflügel auf und stand durch einen fehlerhaften Leichtfigurenabtausch des Gegners klar besser, so dass der Gegner einen Bauern für Gegenspiel opferte. Ein passiver Zug lähmte dann aber Oles Figuren und so musste er um das Remis kämpfen. Ein paar Klippen wurden umschifft und anschließend im symmetrischen Leichtfigurenendspiel nach fast fünf Stunden ohne Chancen auf Gewinn das Unentschieden vereinbart.

Damit blieben für Mittagessen und Vorbereitung noch knapp zwei Stunden. Auch der nächste Gegner trug einen FIDE Titel. Der Ruf des AIM (einen Titel den man durch Spielen auf der Weltschachbundeigenen Webplattform erringen kann) hat aber noch einen deutlich schlechteren Ruf als der CM vom Vormittag. Das die Inder stärker sind, als ihre ELO ausweist, wurde in diesem Blog ja schon erwähnt. Der Beweis folgte wieder einmal gestern. Es kam eine vorbereitete Variante des Londoner Systems aufs Brett. Nach etlichen Theoriezügen stand es recht ausgeglichen und der Gegner attakierte am Königsflügel. Der Angriff wurde von Ole abgewehrt, allerdings verpasste er ein paar Mal die Chance gute Gegenschläge zu setzen. Mit wenig Bedenkzeit auf der Uhr stellte er dann im 39. Zug durch einen taktischen Überseher die Partie ein. Eine WM verzeiht eben keine groben Patzer.

Am Abend war dann noch Zeit für Abendessen, ein kleines Blitzduell gegen den besten u14 Spieler der deutschen Delegation, Collin, eine Auswertung der Partien und zum Abschluss eine kleine Kissenschlacht um den suboptimalen Tag ad acta zu legen 🙂

Für Deutschland lief gestern die Vormittagsrunde sehr gut (7/9) und die Nachmittagsrunde mit 50 Prozent der möglichen Punkte gegen einige starke Gegner hatte Licht und Schatten. Herausragend aktuell Collin in der u14 mit 3/3, aber auch Oliver in der u16, der gegen den Setzlistenersten zu einem Remis kam bei dem durchaus zwischendurch auch mehr drin war.

Der Stand im Duell Deutschland-Indien 6-5.



WM 2019 in Indien – Tag 1

WM 2019 in Indien Posted on Thu, October 03, 2019 07:22:41

Die erste Runde ist nun Geschichte. Gewöhnungsbedürftig sind hier die Sicherheitsvorkehrungen. Jeder Spieler wird mit Handscannern vor dem Betreten des Spielsaales auf elektronische Geräte, Uhren und Stifte kontrolliert. Eine solche Kontrolle kann einen auch nach dem Toilettengang erwarten und falls man gewinnt und das Pech hat ausgelost zu werden, gibt es nach Ende der Partie noch eine weitere Kontrolle. Ole hat mittlerweile Routine darin, traf es ihn doch zweimal während der Partie.

Die erste Runde wurde mit dem typischen symbolischen ersten Zug am 1. Brett der u18 eröffnet. Direkt zuschauen dabei konnte der in dieser Altersklasse an zwei gesetzte indische Nachwuchsstar Praggnanandhaa, der der zweitjüngste Großmeister ist und eigentlich noch in der u14 starten könnte.

Schachlich lief es für das deutsche Team durchwachsen. 6 aus 9 klingt nicht so schlecht, wenn man allerdings im Schnitt um die 400 Elopunkte mehr auf die Waage bringt, relativiert sich das. Allerdings spiegeln die Zahlen der indischen Spieler oft nicht deren Spielstärke wider. So ging das Duell des Gastgeberlandes gegen unsere Farben in der ersten Runde 3-3 aus. Ich vermute, dass es da noch etliche weitere Spiele geben wird, da die Inder knapp ein Drittel der Teilnehmer stellen.

Auch für Ole lief es nicht optimal. Am Ende stand nach ca. fünf Stunden ein Remis, was nicht hätte sein müssen. Nach der Eröffnung stand er klar besser, verlor dann den Faden (bzw. vernachlässigte die Figurenentwicklung) und stand deutlich schlechter. Die dann folgenden taktischen Verwicklungen in beiderseitiger Zeitnot berechnete er besser und stand glatt auf Gewinn. Leider wurden dann einige Züge lang nicht die besten Züge gefunden und so stand ein Endspiel auf dem Brett, welches sein indischer Gegner ins Remis rettete.

Aktuell spielt unser Schachzwerg gegen einen 12 jährigen US Amerikaner, der nominell etwa gleichstark ist. Schauen wir mal, wie diese Partie läuft.

Mittlerweile läuft auch die Liveübertragung (zumindest auf chess24), so dass man einige deutsche Spiele (mit 30 Minuten Verzögerung) auch direkt verfolgen kann.

Ein letzter Satz noch: Das gestern hochgelobte Frühstück hat sich heute relativiert. Es gibt nun auch bei der ersten Mahlzeit des Tages die von der deutschen Jugendeinzelmeisterschaft gewohnte Zweiklassengesellschaft: Frisch gepresste Säfte und zwanzig Brotsorten für die normalen Hotelgäste. Gesüsste Fruchtsaftgetränke und Toastbrot für die Schachgesellschaft…



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