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Schachzwerge on tour

Vororteindrücke

Den Blog werden wir nutzen, um über mehrtägige Turniere oder Trainingslager ein paar Eindrücke nach Hause zu schicken.

Kein Apfelsaft, keine Hitze auf dem Grill, aber springende Elefanten!

Sommerlager 2025 Posted on Sa., Juli 05, 2025 16:36:58

Schlechter Start in den Tag: Zum zweiten mal in Folge gab es keinen Apfelsaft, die Meute wird langsam wütend – man provoziere lieber nicht 35 Zwerge! Aus dem Zapfhahn kam Wasser mit dezentem Apfelsaftaroma oder halt der Einbildung dessen?! Auch die Vollkorn-Brötchen gehen uns aus und es gibt keine roten Weintrauben mehr (grrr); und dieses mal lag das auch nicht an Moritz.

Nach Dorfabstimmung (noch kein Opfer, da muss mehr kommen Mr.X!) folgte wie gewohnt Schachtraining in den Seminarräumen:

Erneut gab es in Gruppe 1 im Warm-Up eine Studie, in welcher ein Läufer mehrere Züge lang eine Dame narrt und einfach mal zeigt, wer hier wirklich stärker ist! Es folgte eine Französisch-Partie, natürlich nicht ohne die obligatorische Jakob-Diskussion, wie toll denn Tarrasch dagegen sei…

Bei den jüngeren gab es Fesselungen. Da die Konzentration aber nicht so lange durchhält wie bei den älteren, wurde Schach in der Sporthalle fortgesetzt: Alternativ zum klassischen Kondiblitz musste man dem Trainer zunächst mit einem extrem großen gefährlichen Gymnastikball abwerfen, bevor man einen Zug machen darf. Diese Idee gefiel Winny und Johannes T aus Gruppe 5 so gut, dass sie gleich mitmachten. Trainer abschmeißen Winny mag!

Dann gings zum Mittag, das Essen war gut… abgesehen von Brokkoli, der nach Spinat oder Wasser geschmeckt hat (wie geht denn sowas?).

[Anmerkung des Originals-Autors: mein Account wurde von einem Gourmet gehackt; schnell mal zum Schach überlenken, bevor der wieder die Kontrolle gewinnt].

In den Gruppenturnieren mit sechs Teilnehmern wurde die letzte Partie der Vorrunde gespielt. Bei den stärksten kamen Anton und Jakob ins Finale, in welchem der Favorit die Chance zur Revanche hat. Aber immerhin darf Anton sich die Farbe aussuchen, Schwarz reicht ein Remis zum Turniersieg. In der dritten Gruppe belegten Hermann, Lewis und Matthes punktgleich die vorderen drei Plätze und blitzten die Reihenfolge aus. Ersterer gewann zweimal, im letzten der drei Duelle bekämpften sich Lewis und Matthes… nur um danach als 2. und 3. im Halbfinale erneut gegeneinander zu spielen. Wer hier aber am Ende welche Medaille erkämpft, wird am Tag danach entschieden.

In der Sporthalle (vor allem für Zwerge der Gruppen 3 und 4; man denke an die Überbezwergung und dem daraus folgenden Wechselschwimmentzug) übernahmen Melinda, Rahel und Rebecca direkt mal die Oberhoheit über 95% aller Gymnastikbälle (das nenne ich Monopolstellung!), um sich eine Entspannungsoase zu bauen. Klar, dass die Jungs dies als Actionparadies betrachteten (so sind wir halt!), aber immerhin nach etwas Auspowern zum Tischtennis abgeschoben werden konnten. Am Ende gab es aber für alle noch gemeinsame Überquerungschallenges (auf wie viele spaßige Arten man dabei schnummeln kann, ist beeindruckend!), den „Elegantes Rumliegen“-Wettbewerb gewann Benedikt. Natürlich wurde auch wieder etwas Volleyball und Basketball gespielt.

Alle anderen hatten ihren Spaß im Schwimmbad. Dabei merkten die dortigen Betreuer aber schnell, wie den Kindern der Apfelsaftentzug zusetzte: Es gab Meldungen über mehrere (tollwütige?!?) Angriffe auf Trainer! Wortwörtlich in die Knie gezwungen wurden diese zwar teilweise, aber am Ende konnten sich die Giganten doch gegen die Zwerge durchsetzen. Natürlich gabs auch wieder viele Arschbomben und einige Rückenklatscher. Wieso tut das eigentlich immer nur Erwachsenen weh?? Der Whirlpool bot dagegen eine willkommene ruhige Abwechslung.

Abends wurde geschlemmt: Es gab für jeden was vom Grill, sei es Hühnchensteak, (vegane) Bratwurst, Grillkäse, Maiskolben oder Folienkartoffeln, zudem Toast sowie Nudel-, Gurken und Kartoffelsalat.

Da der Grill (sonst der heißeste nördlich der Börde!!) aber auf Sparflamme vor sich hinköchelte (hingrillerte?!?), dauerte das ganze etwas länger als anvisiert. Daher gab es das abendliche Überraschungsturnier zwar deutlich verspätet und auch rein freiwillig. 4 Teams fanden sich beim Xiangqi ein, der chinesischen Variante des Schachs mit Palast, Elefanten die nicht über den Fluss dürfen und coolen Kanonen. Jonathan+Georg, Leo+Lotte und Timur+Benedikt hatten ihren Spaß, Jakob N+Trainer Johannes gewannen außer Wertung.

Für die jüngeren hieß die Option Hirn und Hand (einer sagt die falsche zu setzende Figur an, der andere macht einen dummen Zug mit dieser 😜), sechs Mannschaften duellierten sich hier. Ava durfte mit Trainer Max ran (tja, Rahel und Rebecca waren da zu langsam..), gegen Anton+Hermann sowie Matthes+Johannes T war man aber letztlich chancenlos. Beide Teams waren nach drei Runden noch verlustpunktfrei, das Duell um den Pokal steht noch aus.

Recht spät ging es dann ziemlich fertig ins Bett, während die größeren Kinder und die Trainer noch an der finalen Schatzsuche-Vorbereitung tüftelten.

Nachdem am Tag zuvor noch Kerzen- und Kuhwitze ausgepackt wurden, ging es diesmal übrigens ganz tief in die Wortspielkiste: „Welche Schlange ist 3,14m lang? Die Piton“

Und was sollte man essen, wenn man einen guten Tipp braucht? Eine Beratwurst….



Goethe, Johnny oder Frank? Ralph egal, dem reichts!

Sommerlager 2025 Posted on Fr., Juli 04, 2025 13:59:03

Es war eine weitere ruhige Nacht, zumal bei deutlich milderen Temperaturen und frischer Luft. Dann gönnten sich (fast alle, da ein Wecker einfach weiterschlief) ein schönes Frühstück und los gings:

In kleinen Gruppen übten wir wieder Angreifen (diesmal alá Jonny Hector mit Budapester Gambit – Turmschwenks sind schon was feines) bzw. Spieße bei den unerfahreneren. Da sind unsere beiden Trainer eigener Aussage nach ja „wahre Mensch-Technik-Interaktions-Profis“ und schafften bereits nach nur 3 Neuinstallationen, den Computer zur Mitarbeit zu überreden! Im Chess Tutor gab es dann einige passende Aufgaben zum Thema.

In der Sporthalle wurden dann dank wieder vieler Ballsportoptionen die Füße reaktiviert. Einige duellierten sich danach aber untereinander im Parcourswettbewerb bzw. auch mit sich selbst, wollte man doch die eigene Bestzeit möglichst immer weiter verbessern. Zwei hatten das mit dem Hindernislauf aber nicht ganz verstanden und rannten da quasi durch! Unglaubliche Leistung, die Helden werden aber natürlich erst am Schlusstag verraten 😋. Diesmal gilt dies aber nicht als unser Überraschungsturnier, vermutlich gibt’s zweimal eine kleine Belohnung. Jenes Turnier wird bei den Gruppen 1-3 diesmal Xiangqi (Chinesisches Schach) sein. Damit man sich schon ein wenig auf die anderen Figuren, Gangarten und veränderten Regeln einstellen/üben kann, wurde die Turnierart ausnahmsweise schon vorher preisgegeben.

Eine Portion Spätzle später für fast alle gingen die Turniere weiter. In Gruppe 6 blieb noch etwas Zeit vor dem weiteren Tagesprogramm und so wurde Max von allen Kindern gemeinsam herrausgefordert. Danach gab es noch einen fachmännischen Talk über Dinos und Godzilla!

Nun brauchten aber alle eine Abkühlung. Trainer Loris und Max kümmerten sich mit tatkräftiger Unterstützung von Eva und Laura um hunderte von Wasserbomben. Heimtückisch wurden auch einige Kinder auf dem Weg zum Schwimmabd bombadiert, Kakao, Säfte und sogar Wasser taugten aber anscheinend wenig als Zielwasser.

Die Hälfte der Kinder waren im Schwimmbad und surften/schifften dort auf Schwimmmatten (es gab sogar ein extra Lady-Boot!); den passenden Wellengang besorgten die Dauerspringer. Schwimm-Ass Lewis toppte danach Johannes starke Leistung des Bahndurchtauchens, indem er nebenbei noch überraschten Badegästen auswich. Dann legte er noch spektakuläre Sprünge mit gefühlten Mehrfachsalti hin, ertauchte vom tiefsten Hallenboden einen untergegangenen Schlüssel für eine holde Dame, erschlug den Drachen und.. okay, leicht übertrieben zum Ende hin, aber im Kern stimmt die Geschichte! 😇

Die anderen Kinder waren solange beim Wasserbombenvolleyball, später wurde natürlich gewechselt. Mit je einem Handtuch ausgestattet schleuderten und fingen die Zweier-Teams auf beiden Seite jeweils Geschosse auf und von der gegnerischen Seite des Netzes. In Badesachen auflaufend war ein Einschlag neben die eigenen Füße aber auch nicht so schlimm, der SPLASH eher eine willkommende Abkühlung. Bei den Kleinen wollte natürlich jedes Team möglichst viele Bomben für das eigene Handtuch ergattern, und so waren die Helfer (im wahrsten Sinne des Wortes Wasserträger) Matthes und später auch Maxim und Ava bald die beliebtesten Menschen auf dem Sandplatz.

Abends gab es Kartoffelauflauf und Klopse. Leider war ersterer derart lecker, dass die meisten Trainer leer ausgingen (*Geräusch von traurigen Trainern und hungrigen Mägen). Moritz der Schlawiner zwackte den Trainern auch noch die letzten übrig gebliebenen Weintrauben ab. Aber in unser schier unendlichen Güte gab es dennoch nach einer erneuten Versammlung (Rahel wurde überführt, war aber vorher sehr fleißig) Kino für alle, der eine oder andere schon gut vorbereitet mit Chips o.ä.:

Die kleinen Zwerge entschieden sich für Ralph reichts, nachdem noch ein passende Box für passende Lautstärke organisiert wurde (auf die Jugend ist Verlass!); Beamer gibt es in den Seminarräumen ohnehin. Für die größeren Kinder/Jugendliche durfte sich dann zwischen drei Komödien entschieden werden: Knapp setzte sich der deutsche Dichterfürst (logisch, die Kinder sind halt voll kulturinteressiert!) vor der Nackten Kanone durch. Eva muss da jetzt irgendwie durch, dass ihr Johnny-English-Vorschlag nicht groß punkten konnte 😭

Und so saßen sie alle in einem der beiden Säle, starrten gebannt auf die Leinwand und ließen den Tag ruhig ausklingen.



36 Grad und es wird noch kälter!

Sommerlager 2025 Posted on Do., Juli 03, 2025 23:27:26

Dieses Jahr haben die Schachzwerge recht späte Frühstückszeiten in Osterburg, da kann man locker bis 8 Uhr schlafen. Dies ändert natürlich nichts an der Tatsache, dass ein gemeiner kleiner Zwerg bereits vorher an die Tür eines Trainers klopfte, um ihm auf die liebenswerteste Art und Weise (so dass man nicht mal verärgert sein kann, Mist 😩) mitzuteilen, dass er schon wach ist! Danke Moritz für diese wertvolle Information, immerhin kam er erst kurz vor dem Wecker auf diese Idee.

Das Frühstück war gewohnt vielseitig, das Highlight wie immer natürlich der leckere Kakao. Aber dann ging es endlich mit Schachtraining los. In fünf möglichst homogenen Gruppen wurden spielstärkebasierend verschiedene schachliche Themen vermittelt:

Die erfahrensten üben mit Gordon bzw. Til Angriffstechniken, los ging es u.a. mit einem riskanten Turmopfer für Initiative und einige Bauern (Anton P.: “BALLERN!“) nach Introinfo, warum denn b4 als Orang-Utan-Eröffnung bezeichnet wird. Johannes übte den Angriff auf etwas einfacherem Niveau mit seinen Schützlingen: Linien auf, Batterie, Matt! Klingt einfach? Ist einfach! Meint zumindest Maksym, der es beim abendlichen Blitzturnier gleich stolz angewendet hat 🤗

In Gruppe 5 und 6 stehen taktische Motive auf dem Programm, los ging es mit Gabeln: Nach einem kleinen Testblatt konnte Loris mit seinen Zwergen gleich den Schwierigkeitsgrad anziehen. Max hatte dagegen zunächst mit Raumflutungen zu kämpfen (nach dem dritten mal blieben die Flaschen dann aber endgültig zu!) und musste danach noch ein wenig an den Grundlagen arbeiten. Sicher sinnvoll, gelangte doch in einer Partie die schwarze Dame noch d6 und der schwarze Läufer nach e6… ohne zuvor einen Bauern bewegt zu haben!! Aber so ist es halt im Sommerlager: Von 1. bis 10. Klasse, vom fast kompletten Anfänger bis zum Landeskaderspieler sind Jungs und Mädchen (dieses Jahr komplett in eigener Etage über den Jungs beherbergt) aus Magdeburg und umliegenden Dörfern bunt gemischt dabei 🙂

Nun stand Ausgleichssport an: Aufgrund der hohen Temperaturen von über 35 Grad entschieden sich die meisten für die Halle. Neben Tischtennis, Basketball und Volleyball gab es dort auch Onetouchgymnastikballfußball. Oder man spielte einfach entspannt mit diesen Bällen, einige testeten auch das Balancieren darauf ohne Bodenberührung: Lotte ist da natürlich schon ein alter Hase, Jakob und Oskar anscheinend Naturtalente! Wie man ihr – ganz im Stile von mittelalterlichem Lanzenreiten – Aufeinanderzuschmettern mit Gymnastikbällen nennt, ist dem Schreiber und seinen Schreiberhelferlein aber nicht klar!?? 🤔 Jungtrainer Johannes (der Spitzname Mama oder Maoma für Master of Mansfeld setzt sich allmählich durch 😋) brillierte noch mit einem Dunk… auf den Kinderkorb 😴.

Lars, Georg, Maxim, Moritz und Johannes R. waren dagegen so mutig, in der glühenden Hitze Fußball zu spielen oder testeten den Parcours für den morgigen kleinen Wettbewerb auf Zeit. Aber keine Sorge, die fünf und auch alle anderen wurden mehrfach am Tag auf Sonnenschutz befragt, zudem war die Flasche Wasser als ständiger Begleiter Pflicht.

Das Mittagessen war nicht das beste aller Zeiten, schmeckte doch das Apfelmus (NUR!) nach Vanille?! Die tägliche Essensabstimmung für den nächsten Tag war vor allem für Zählmeister Til erneut reine Qual (einige Eltern/Lehrer sollten ihren Kindern dringend beibringen, wie man sich als Profi meldet 😁), auch für die Grillparty wurde vorbestellt (Doppelhände erlaubt).

Aber seis drum, eigentlich sind wir ja vor allem zum Schachspielen hier und daher starteten wenig später auch die Gruppenturniere: In den 6er-Gruppen gibt es die Weltpremiere des Eywa-Systems (mehr dazu vielleicht in den kommenden Berichten, der Einfachheit halber hier nur die Info, dass zunächst eine ganz normale Vorrunde Jeder-gegen-jeden anstand). Runde 1 und 2 Schnellschach mit jeweils 25min Bedenkzeit je Spieler wurde von allen gut gekämpft, die in Gruppe 1-4 mitgeschriebenen Partien anschließend auch teilweise ausgewertet.

Am späten Nachmittag wurde wieder die Schwimmhalle aufgesucht, wobei die Gruppen 5 und 6 aufgrund zwergischer Überbevölkerung diesmal nicht teilnehmen durften (mehr als 25 Zwerge gehen nicht, vermutlich um die lokalen altmärkischen Besucher mit unserer quietschfidelen Art nicht zu sehr zu erheitern; in den kommenden Tagen setzen andere aus). Für jene ging es stattdessen zum Sport… außer für einige kleine Mädchen, die ihren Betreuer zum Bildchenmalen überzeugten.

Turmspringen wurde besonders von Lewis, Johan und Maksym zelebriert. Splashmaster sind jedoch Jakob und Jonathan sprich sie erzeugten die größten/treffendsten Wasserfontänen über Gordon. Aber bis jetzt wurde das Belohnungseis noch immer nicht eingelöst. Beim Wasservolleyball nahmen fast alle teil, Oskar muss aber noch üben! Zum Abschluss gab es noch einen Tauchwettbewerb im Whirlpool: Hier konnte selbst Hermann Anton H nicht das Wasser reichen. In der anschließenden Wrestlingvariante (hochdrücken erlaubt) hatte er dann aber nicht den Hauch einer Chance gegen den Endgegner (wie so oft ein Trainer 😉).

Abendbrot macht Trainer froh: Nach der Küchenverkündung, die vielen Chicken Wings müssten alle noch dringend weg und der enttäuschend zurückhaltenden Reaktion der Kinder mussten die Trainer den Job notgedrungen selbst erledigen. Man muss als Trainer halt auch Opfer bringen!

Apropos Opfer – Von denen hatte der Smileymörder nun genug auf dem Gewissen und wurde letztlich doch überführt: Nachdem zunächst Maxim und Noah gesmileyt wurden, beschloss die ahnungslose Zwergengemeinde, Benjamin und später Lewis (beschuldigte Johan, dessen Gegenbeschuldigung deutlich erfolgreicher ablief; klassisches Eigentor!) auszuschalten. Doch der wahre Schuft hatte jetzt Blut geleckt und legte von 18:00 – 18:30 Uhr so richtig los und meuchelte fleißig vor sich hin. Doch alles half nicht, Leo wurde vom Dorf schließlich doch entdeckt und seiner gerechten Strafe zugeführt. Aber starke Leistung, mal schauen ob der nächste ähnlich erfolgreich operiert. Diesmal machen auch die Trainer mit und können Täter oder Opfer werden.

Abends gab es das erste kleinere Rahmenturnier: Die jüngeren spielten 5 Runden Blitzschach, die größeren 7 Runden Schach960 (die Grundstellung wird zufällig bestimmmt, abgesehen davon normale Schachregeln). Allgemeiner Stuhlmangel (da beide Turniere nebeneinander durchgeführt wurden und nicht teilweise in den Seminarräumen im Haupthaus) führte zu kreativen Lösungen, neben Heizungsbänken sitzt es sich auch auf Wasserflaschenkästen gut. Alle hatten in lockerer Spielatmosphäre ihren Spaß, doch etwas länger als geplant dauerte es dann doch. Und so wurde die Nachtruhe für alle einfach eine Stunde nach hinten verschoben. So konnte an der nun endlich etwas kühleren Abendluft noch ein wenig Ball und Frisbee gespielt werden, bevor es nach einem langen Tag in die Betten ging. Für die großen gab es noch Werwolf und Imposter, die Trainer schrieben noch ein paar Zeilen und planten schon einmal die Schatzsuche und folgenden Lektionen.

Und die Erkenntnis des Tages: „Wer checkt, der checkt!“



Zug um Zug: Vom Bahnhof zum Brett

Sommerlager 2025 Posted on Mi., Juli 02, 2025 23:56:25

Das alljährliche Sommerlager begann auch dieses Jahr wieder in der ersten Ferienwoche, zum ersten mal allerdings an einem Dienstag. Grund dafür war u.a. ein Schachturnier in Mansfeld, an dem einige der erfahrensten Schachzwerge und zudem einige nun für unseren Partnerverein Aufbau Elbe Magdeburg spielende Jugendliche teilnahmen. Da am Dienstag noch eine Runde gespielt wurde, kamen die übrigen Schachzwerge am Abend mit dem Zwergenbus nach. Doch bereits im Zug konnte die tolle Nachricht verbreitet werden, dass Sommerlagertrainer Johannes recht überraschend den Turniersieg erringen konnte, chapeau für diese tolle Leistung!

Mit dem Zug reisten daher „nur“ 25 Schachzwerge und 4 Trainer an, nach 75min Kartenspielen, neue Kinder und evtl. sogar erst jetzt den kommenden Zimmernachbarn kennenlernen stimmte zum Glück auch nach dem Ausstieg noch die Anzahl (puh…). Schnell noch was Trinken, Gepäck in den Transporter der Landessportschule und los geht’s auf den 25min-Fußweg bei hohen aber noch auszuhaltenden Temperaturen. Kurz nach dem Schreitunnel (traditionell darf hier jeder noch mal alles raushauen, was die Stimme hergibt) vorbei an den Sportplätzen und der Rezeption rüber bis zum Bettenhaus, Belehrung, Zimmereinteilung und Kennenlernrunde, zudem die auch in den kommenden Tagen noch folgende Abfrage zwischen zwei Wahlessen für das morgige Mittagessen (eins immer vegetarisch).

Überraschenderweise konnte bereits am ersten Nachmittag das Schwimmbad „Fuchsbau“ besucht werden, was nach der hochtemperierten Wanderung von fast allen genutzt wurde. Nur für Lars, Georg und Matthes ging es mit Til zum lockeren Sport an der frischen Luft … ach nein, wurde abgelehnt, die drei haben sich für Schach entschieden, Trainer einfach überstimmt! 😉

Der Großteil der Kinder vergnügte sich parallel mit Wasservolleyball, Tauchen und (Kunst)springen vom Sprungbrett. Als vermeintliches Highligt gab es dann noch den Kampf der Titanen Melinda vs Winny auf den Trainerpferden (völlig verdienter souveräner und „fast“ fairer Sieg für erstere!).

Inzwischen kam auch der Bus mit Zwergenverstärkung an. Das Abendessen hatten sich alle redlich verdient und bot einiges an Auswahl. Eva fand die Mengen aber ungenügend, sie hatte das mehrmalige Nachschubholen aber irgendwie überlebt.

Das kann man dagegen nicht über Maxim sagen, der als ersters Opfer vom Smileymörder noch vor der Nachtruhe erwischt wurde. Noch ist nicht klar, wer dahinter steckt. Morgen geht es damit weiter und dann steht auch endlich mehr Schach und weiterhin viel Sport inklusive Schwimmen auf dem Programm. Gab es heute zum Ausklang am Abend nach dem Erstellen der Türschilder freies entspanntes Spielen (lockeres Kicken vor dem Haus, Schach, Kartenspiele wie „The Game“ etc. oder Onitama), gibt es dann auch abends kleinere Turniere.



Abschied von Osterburg mit Siegerehrungen und Sonnenschein

Sommerlager 2024 Posted on Fr., Juni 28, 2024 20:57:20

Wie üblich stehen am Freitag nicht mehr so viele Sachen auf dem Programm: neben zwei vollen Mahlzeiten vor allem das Zimmerräumen inklusive Kontrollgang der Trainer (klappte erstaunlich gut, es wurde auch recht wenig vergessen) sowie nach einem Gruppenbild im Grünen natürlich die Siegerehrung:

Die Blitzsieger Viktor und Johannes P. wurden mit einem Pokal geehrt, Noah, Georg und Louie mit einer Kleinigkeit für überragende Parcoursleistungen. Danach erhielten die erstplatzierten der Gruppenturniere (Anton P. vor Svenja und Lotte, Henry vor Anton H. und Matthes, Emil vor Viktor nach Stechen und Tony und Friedrich, Johannes T. vor Hans und Noah sowie Simon vor Winny und Melinda) Medaillen und zudem auch die Gruppenbesten (die engagiertesten und liebsten Kinder vor allem beim Gruppentraining, aber auch bei anderen Lageraktivitäten) einen Pokal (Johan, Lukas, Alina, Mats und Winny).

Für ihren Schach960-Triumph bekamen anschließend Hans und Jakob N. eine Trophäe. Nun galt es nur noch, den dieses Jahr recht deutlich größten Pokal zu verteilen. Wie inzwischen schon traditionell geht dieser an den „Sonnenschein“ sprich jenes Kind, welches sich am meisten durch ein rundum positives Auftreten während der Tage in Osterburg auszeichnete. Rahel hatte fast immer ein Lächeln im Gesicht, machte bei allem fröhlich und pünktlich mit und hat sich diesen mehr als verdient! Aber das galt meistens auch für die vielen anderen lieben Zwerge, die wir ja vielleicht im nächsten Jahr in Osterburg wiedersehen. So ging es dann nach einer anstrengenden aber auch schönen und für die Kinder hoffentlich auch ebenso erlebnisreichen wie schachlich lehrreichen Woche für die meisten per Fußmarsch und Zugfahrt zurück in den Süden.



Yo Ho Ho und ’ne Sintflut voll Schach

Sommerlager 2024 Posted on Fr., Juni 28, 2024 01:56:22

Der letzte volle Tag brach an. Da heute noch viel auf dem Programm stand, wurden bereits am Vormittag die letzten Turnierrunden gespielt. Danach Fußball auf dem Kunstrasenplatz mit fast 20 Kindern, während Simon parallel Schusstraining mit Paul hatte. Luise versuchte sich zunächst im entspannenden Liegen auf dem grünen Rasen, stahl dann aber kurzentschlossen die Eckfahne und floh damit triumphierend vor dem heraneilenden Trainer.

Die anderen Kinder versuchten zunächst Handball, doch da selbst mit Strümpfen der Sand unter den Füßen brannte und die Sonne von oben ihr übriges tat, war die Motivation stetig sinkend. Dafür wurde noch ein wenig der Ball über das Volleyballnetz geworfen, die Sportzeit bei Hochtemperaturen aber etwas reduziert.

Zum Mittag gab es Frühstück für echte Bauern und es ging wie gewohnt den kurzen Weg zurück zu unserem Domizil, dem Bettenhaus. Und je nachdem wann genau man mit dem Speisen fertig war, kam man dort leicht nass, komplett durchnässt, trocken, ziemlich nass, klatschnass, nass bis auf die Knochen, relativ trocken oder pitschepatschenass an (das ganze beschrieb einen Zeitraum von wenigen Minuten). Damit fiel auch der Originalplan für die Schatzsuche ins Wasser, eine Sintflut ist zwar passend fürs Ambiente aber leider wenig hilfreich. Also Kinder mit Versammlung (u.a. wurde Laura schnell überführt, vor allem aufgrund Matthes‘ Totalüberwachung), Taktiktraining in großer Runde mit Johannes P und Oskar beschäftigt, anschließend gab es noch Fritz und Fertig zur schachlichen Entspannung.

Dann stand Plan B für das Piratenabenteuer: der Tempel der Evasvenisten, die Einsame Insel und die Wüste der Erleuchtung wurden kurzerhand vom Landessportschulengelände in Zimmer verlegt, Port Royal und die Kannibaleninsel in die Sitzecken und los ging es. Käpt’n Lorres wies alle im Piratenkaff ein und die sechs Schlüssel wurden letztlich von jeder Piratenbande gefunden.

Auch heute ging es in die Schwimmhalle, passend zum Motto des Tages wurden diesmal Boote erstellt und geentert. Auch das anschließende Grillen wurde niederschlagsbedingt variiert, so dass alle im Fuchsbau speisten. Reichlich Bratwürste, Steaks, Folienkartoffeln, Mais, Grillkäse, Toastbrot, Salate wurden genossen, auf Großleinwand liefen parallel die Wiederholungen der deutschen Fußball-EM-Gruppenspiele.

Bei so viel guter Stimmung bei Speis und Trank klang der letzte Abend dann eher ruhig aus mit Gesangseinheiten, Schach, Gesellschaftsspielen wie natürlich passend Skull King, aber auch Werwölfen und Werwörtern. Draußen wurde ein wenig der Handball geworfen, rumgealbert oder der Fußball gekickt. Lewis kann nicht nur Schlüssel aus 3,90m Tiefe holen, sondern auch in die Höhe kletternd den Ball vom Eingangsdach.

Etwas erschöpft sind die Kinder längst im Bett und sicherlich gespannt auf die morgige Siegerehrung.



Ob Fußball, Sumo oder Schach: Kleine Zwerge sind die stärksten!

Sommerlager 2024 Posted on Do., Juni 27, 2024 02:02:17

Nach einem gewohnt mundenden Frühstück stand die erste Versammlung an: Der Schreiber der Zeilen wurde als erster von der Gemeinschaft als smileyschreckenverbreitend beschuldigt (da sein T-Shirt rot anstelle des morgendlichen weißes sei), war aber selbstredend genauso unschuldig wie am Vortag, als er dank eines wasserdichten Alibis (er war offensichtlich im Schwimmbad) noch von sich ablenken konnte. Nach der schachlichen Trainingseinheit (Fritz und Fertig, Simultanschach gegen Tibor, Mattduelle auf Zeit mit Turm und König vs König – Lukas erwies sich als erfolgreichster Mattsetzer – sowie taktischen Übungen zu Durchbrüchen im Bauernendspiel) ging es auf die Sportplätze: Fußball wurde diesmal in großer Runde (die Leibchen reichten erstmals nicht) auf Kunstrasen gespielt. Hierbei gewannen überraschend die kleinen Zwerge 6:2. Handball wurde erneut im Sand gespielt und auch Ball-über-die-Schnur stand wieder hoch im Kurs. Zudem gab es spannende und vor allem lustige Momente im Sumoringen: Die Trainer kamen zu einem hart umkämpften Remis (jaja, Schachspieler…), die Geschwister Lukas (durch reine Kraft) und Simon (am Bein festklammernd, während der Gegner ihn außerhalb des Kreises abschütteln wollte) führten beide jedoch ordentlich vor. Generell war Wuselgegner Simon fast ungeschlagen. Auch Collin verdiente sich ein Extraeis.
Nach dem Mittag (Hackbraten bzw. vegane Bolognese) ging es zum traditionellen Wasserbombenvolleyball. Eva, Laura und Svenja mit dickem Extralob für das Befüllen von unzähligen „Geschossen“, die anschließend per Handtuch auf das gegnerische Team katapuliert wurden. Weiter ging es direkt zum Schwimmen, wo akrobatische Salti und bauchklatscherische Fehlsprünge von den Trainern und Zwergen zelebriert wurden.
Oskar wurde überführt, nachdem er ordentlich geliefert hat. Auch wurden weitere Turnierpartien gespielt und zum Abend dann auch als Überraschungsturnier Schach960. Bei den jüngeren kamen letztlich gleich 4 Kinder auf je 4 Punkte (Viktor, Hans, Rebecca und Johannes), wer siegte wird bei der freitäglichen Siegerehrung aufgeklärt. Bei den großen gewann Jakob N souverän vor überraschend Laura und Georg.
Angeteasert wird diesmal nicht, was wir morgen machen, denn über die Schatzsuche schreiben wir erst morgen!



Von Pinguinen, Wiewölfen und Wasserfontänen

Sommerlager 2024 Posted on Di., Juni 25, 2024 23:16:52

Ein neuer Tag im Schachparadies:

Damit unsere größten Schachspieler gleich mal zeigen müssen, was sie so können, gab es ein paar Blindaufgaben. Danach ging es um schwache Doppelbauern, einer der Ex-Weltmeister zelebrierte dies in einer schönen Modellpartie gegen gleich 6 Stück davon. Die zweite Gruppe beschäftigte sich mit deutlich stärkeren Kollegen: den Freibauern. Bei den jüngsten Zwergen wurde fleißig weiter am Mattsetzten gewerkelt, wofür es u.a. ein Trainingsheft mit 450 Aufgaben für alle gab.

Anschließend ging es weiter zum Sport: Tischtennis, Federball und Rumliegen auf Gymnasitkbällen (muss eine neue Trendsportart sein…) in der Halle sowie Ball-über-die-Schnur und Tennis auf den Tartanplätzen. Nach einem wohlverdienten Mittagessen (natürlich nahmen bis auf ein paar verirrte alle Grießbrei mit Erdbeeren) und einer kleinen Pause standen die nächsten Turnierrunden an. Neben schachlichen Highlights gab es auch einige Aussetzer. Ein Kind war derart entsetzt ob seines Dameneinstellers, dass es fluchartig den Raum verließ und die Hände über den Kopf schlug.

Bei steigenden Temperaturen freuten sich die Kinder dann wieder auf die Schwimmhalle: neben Wasservolleyball gab es diesmal auch die Premiere im Arschbombenwettbewerb! Winny war hier derjenige, der die Trainer am Beckenrand am meisten nass gespritzt hatte und durfte sich ebenso wie Lukas in der zweiten Schwimmgruppe (überholte den dato führenden Henry) über ein Gratiseis freuen. Parallel spielten die Kinder Tridem, 3er-Schach und Kartenspiele oder probierten sich, im Parcourswettlauf zu übertrumpfen. Am Ende siegten Noah und Georg, Gasttrainer Vilen konnte nicht ganz mithalten (über seinen Platz legen wir den Mantel des Schweigens). Als Gaststar Patty verkleidet war er dagegen noch sehr flink unterwegs und wurde von unzähligen begrünten Zwergen verfolgt.

Beim Smileymörderspiel wurde Emil überführt, der für einigen Schrecken sorgte. Später auch Henry, der aber nicht lange durchhielt und zu offensichtlich mit seinen Opfern gesehen wurde. Mittlerweile ist auch schon ein neuer unter uns und alle fragen sich, wer es sein könnte.

Beim abendlichen Kinofilm inklusive Chips und Salzstangen wurden dann die Tiere aus dem Zoo gelassen, die königlichen Füße geküsst und schön gelächelt und gewunken. Natürlich reden wir vom Film Madagascar und seinem heimlichen Star: King Julien. Parallel lief Mavka – Hüterin des Waldes für einige.

Vor allem unserer größten Zwerge wollten lieber werwolfen (Witz des Tages beim Mittagstisch, von einem Zwerg ausgedacht: „Wie heißen die Geschwister vom Werwolf? Wiewolf und Waswolf“…). Oskar und Johannes konnten es einfach nicht fassen, wieso die Gestaltenwandler immer wieder sofort vom Dorf entdeckt wurden. Tja, Deduktionsspiele mit Schachspielern… 😛

Damit war auch dieser Tag schon vorbei, morgen steht u.a. Wasserbombenvolleyball und Ringen auf dem Programm.



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