Blog Image

Schachzwerge on tour

Vororteindrücke

Den Blog werden wir nutzen, um über mehrtägige Turniere oder Trainingslager ein paar Eindrücke nach Hause zu schicken.

Punktegleichstand und Eröffnungsvariationen

IEM U8 Sebnitz 2020 Posted on So, Oktober 25, 2020 19:58:59

Die siebte Runde verlief ereignisreich. Lennert wurde auf eine Variante mit d4 vorbereitet, die seine brandenburgische Gegnerin Johanna vorher gespielt hatte, doch es wurde e4 gespielt und sich in wilde Varianten des Königsspringerspiels verwickelt, das Lennert nach einigem Hin- und Her verlor. Lottes Partie begann mit der sizilianischen Drachen- Verteidigung ihrer polnischen Gegnerin Zuzanna, gegen die sie letztlich durch kluge Angriffe. Mattis spielte gegen Maila aus Berlin das Damenbauernspiel und gewann nach nur elf Zügen durch eine geschickte Fesselung des gegnerischen Springers auf ein Mattfeld.

In der achten Runde schlich sich dann das Chaos ein, da auch einige Partien wahrscheinlich nicht ganz regelkonform verliefen. Mattis reklamierte ein „berührt-geführt“, das von der Schiedsrichterin nicht anerkannt wurde, da Aussage gegen Aussage stand und es somit nicht nachweisbar war. Damit wehrte der Gegner noch den Mattangriff ab und rettete sich in eine Remisvereinbarung. Ansonsten war es spielerisch Mattis beste Partie. Lotte spielte eine kreative Variation gegen die Najdorf-Variante von Sizilianisch, erreichte jedoch „nur“ ein Remis, da ihr Gegner Ezzedin, der zuvor bereits ein Patt gegen Mattis nicht erkannt hatte, selbiges reklamierte, obwohl es gar kein Patt war, denn ein Bauer von Lotte konnte noch geschlagen werden. Lotte wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte und stimmte etwas unsicher dem Patt zu. Sie hatte eigentlich zwei Türme und sechs Bauern gegen zwei unbewegliche Bauern. Lennert spielte nach intensiver Vorbereitung eine neue Variante von Caro-Kann. Leider schaffte er es nicht ganz, den Vorteil nach der stark ausgespielten Eröffnung auszunutzen und verlor knapp. Dennoch bekam er hinterher großes Lob von FM Felix Meißner der ebenso wie GM Teske auch für die Schachzwerge zur Partieanalyse bereit standen. Von dieser Möglichkeit machten wir regelmäßig Gebrauch. Das gab nochmal Mut für den letzten Turniertag. Dazu trug auch das Abschiedskegeln am Nachmittag bei sowie die Füchse, die Trainer Gavin den Kindern schenkte, da sie ihr Turnierziel erreicht haben.

Am Samstagmorgen stand die neunte und letzte Runde an. Mattis verinnerlichte die goldenen Regeln der Eröffnung und gewann durch ein verlängertes Schäfermatt. Ebenso wie Lennert, der aber elf Züge bis zum Matt brauchte. Lotte gewann ebenfalls durch überlegte Angriffe heraus aus der sizilianischen Eröffnung. In dieser Runde wurden also starke drei von drei Punkten geholt! Alle Schachzwerge erreichten insgesamt 3,5 Punkte aus 9 Turnierpartien.

Final stand noch die Siegerehrung an, bei der jedes Kind einen Pokal, eine Urkunde und ein Spielzeug nach Wahl bekam. Lotte wurde siebte unter 13 Mädchen und 39. insgesamt. Mattis erreichte Platz 40 und Lennert belegte den stärksten Platz unter den Schachzwergen mit der 37. Damit erhielt er eine DWZ von 788. Lotte verbesserte sich um drei Punkte auf eine 769. Mattis verlor leicht und landete bei 781. Alle Schachzwerge fuhren damit glücklich nach Hause, wo Lotte das neu Gelernte direkt an ihrem großen Bruder Jakob testete und fast gewann.



Motivationskünstler?

IEM U8 Sebnitz 2020 Posted on Fr, Oktober 23, 2020 08:51:07

Am gestrigen Tage schaffte Lotte es, klug zwei Figuren zu gewinnen. Daraufhin gelang ihr ein schönes Batteriematt, womit sie ihren ersten Punkt holte. Lennert stellte eine seiner Figuren ein, schaffte es jedoch nach Fehler des Gegners und komplizierten Abtauschen ein Remis herauszuholen. Mattis spielte solide, indem er die goldenen Regeln der Eröffnung beachtete und endlich seine erste Rochade im ganzen Turnier machte. Dabei stellte er allerdings seinen traurigen Springer an den Rand, sodass dieser schnell verloren ging und ein Matt unabwendbar war.

Vielleicht hat es ja wirklich geholfen, dass Trainer Gavin versuchte die Kinder zu motivieren mit dem Versprechen, dass er zehn Liegestütze für jede gewonnene Figur macht und noch einmal zehn für ein Matt. Davon abgezogen wurden fünf Liegestütze für eingestellte Figuren und fünf, wenn die Kinder Matt gesetzt wurde. Damit ergab sich nach komplizierter Rechnung eine Summe von 25 Liegestützen für Trainer Gavin, mit denen er sehr zu kämpfen hatte.

Anschließend war der Nachmittag frei, sodass Lennert und Lotte gemeinsam mit ihren Familien wandern gingen im Wald, wo sie viele Bucheckern fanden. Mattis fuhr auf die Bastei.

Nach einem abschließenden Training mit Einzelcoaching fand noch ein Betreuerblitzturnier mit elf Teilnehmern statt. Gavin wurde vierter hinter zwei polnischen Trainern, die er allerdings beide besiegte. Er schaffte es, sich gegen einen 2100er durchzusetzen, da er vorher gegen eine 1368 verlor und Wut im Bauch hatte. Jessi als einzige TWZ-lose holte immerhin einen halben Punkt mit einem Remis und Lob von einigen Teilnehmern, auch wenn sie gegen Ende mit Kopfschmerzen und Müdigkeit zu kämpfen hatte.



Kegelnde und gekegelte Schachzwerge

IEM U8 Sebnitz 2020 Posted on Mi, Oktober 21, 2020 22:14:06

Heute standen die vierte und fünfte Partie an. Unsere Schachzwerge waren gut drauf und wir alle gespannt, wer das teaminterne Duell von Lotte gegen Mattis gewinnt. Auf dieses haben wir Trainer beide nicht vorbereitet, sondern alles war offen und möglich. Lotte nutzte das, was sie hier an den vorherigen Tagen im Training gelernt hat und griff mit dem Springer an anstatt sich einzuigeln. Sie übersah dabei allerdings, dass Mattis seinen eigenen Mattangriff hatte und verlor trotz besser Stellung beziehungsweise schwierig zu findendem Matt. Bei Mattis sollte man eben immer damit rechnen, dass er einen Plan hat.

Lennert hatte gestern die Trompowsky-Eröffnung kennengelernt und schaffte es, sie in der Partie größtenteils anzuwenden. Aus dem Mittelspiel heraus konnte er somit ein wunderschönes Libellenmatt kreieren. Damit baute Lennert seine „Führung“ unter den Zwergen aus, auch wenn wir natürlich auf den Kampfgeist und Ideenreichtum von allen stolz sind. Die fünfte Runde ging dann leider trotz guter Eröffnungen und Ideen bei allen Kindern verloren, da gegen Ende Kondition und Konzentration schwanden. Vielleicht auch auf Grund der Masken?

Zwischendrin machten wir noch Fotos mit den Hallensern, um alle Sachsen-Anhalter zu vereinen. Dabei gab es anfängliche Stellungsprobleme und Quatschzüge auf dem Riesenschachbrett draußen, aber schließlich schafften wir schöne Fotos.

Zum krönenden Abschluss des Tages und zur Aufheiterung des einen oder anderen Schachzwerges kegelten wir. Mattis durfte unser Turnierleiter sein und entschied sich für Jungs gegen Mädchen mit jeweils fünfzig Würfen sowie Pyramidenkegeln. Nach Startschwierigkeiten gewannen klar die Jungs, auch wenn eine Runde an die Mädchen ging.



Hashtag ausgekontert

IEM U8 Sebnitz 2020 Posted on Di, Oktober 20, 2020 22:34:15

Am zweiten Turniertag gab es gleich zwei sachsen-anhaltische Duelle gegen Halle. Lotte spielte mit dem russischen Dreispringerspiel eine starke Eröffnung, welche wir gestern mit ihr geübt hatten. Sie stand im Mittelspiel kolossal besser, was sogar der Trainer von Halle nach dem Spiel bestätigt hat, denn sie hatte acht Punkte (Bauerneinheiten) Vorsprung. Allerdings igelte sie sich gegen Ende wieder ein und wurde ausgekontert. Mattis spielte starke fünfzig Züge und nutzte auch die Turnierzeit gut zum Nachdenken, allerdings griff er zu früh mit dem Springer an, sodass dieser ärgerlicherweise verlorenging und ein Gegenangriff gestartet werden konnte, dem Mattis noch lange kluge Züge entgegensetzte. Am Ende war jedoch das Matt auch nicht mehr zu verhindern. Lennert passierte etwas Ähnliches, denn er startete mit seinen Springer einen guten Angriff auf den gegnerischen Läufer, geriet dann aber in Panik, weil seine Gegnerin einen Mattangriff entgegensetzte. Diesen hätte er abwehren können, was ihm jedoch in der Partie nicht gelang. In der späteren Analyse fand er aber, wie das eben so ist, klugerweise den richtigen Zug sofort.

Der Nachmittag war dann heute frei, sodass die Schachzwerge mit ihren Eltern Ausflüge auf Burgen und Wanderungen machten. Die Zeit nutzen Trainer Gavin und Betreuerin Jessi dazu, den morgigen Gegner von Lennert zwei Stunden lang zu analysieren. Es entstand ein ausgefuchstes Einzeltraining inklusive Eröffnungen und der Festigung einiger Angriffsgrundlagen. Hoffentlich ist er nun für morgen herausragend vorbereitet und holt seinen zweiten Punkt. Nach dieser denkintensiven Arbeit vergnügten sich Jessi und Gavin dann in der Mehrzweckhalle mit Airhockey, Tischtennis und Tischkickern, was Gavin alles gewann.

Am Ende des Tages bekamen alle Zwerge noch das vorbereitete Training. Lennert übte mit Gavin, während Lotte und Mattis Aufgaben lösten. Danach wollte Lotte noch gegen Jessi spielen. Beide suchten gemeinsam nach den besten Zügen von Lotte, womit Lotte gewann. Jessi fiel wohl auch dem Damenfluch zum Opfer, da sie diese einstellte. Eine Vorbereitung der morgigen Partien von Lotte und Lennert war übrigens nicht notwendig, da sie morgen aufeinandertreffen.



Von Schutzengeln und der Damenverschwörung

IEM U8 Sebnitz 2020 Posted on Mo, Oktober 19, 2020 22:37:29

Heute war der erste volle Tag in Sebnitz, an dem die Schachzwerge direkt etwas gefordert wurden mit zwei Wettkampfpartien. Zusätzlich hatten sie auch noch starke Gegner. So kam es, dass Lotte trotz guter Verteidigung verlor. Mattis Springer wollte einen Läufer einfangen, versprang sich allerdings leider auf das falsche Feld. Lennert holte erfolgreich den ersten Punkt für die Schachzwerge nach nur dreizehn Zügen. Dabei schien allerdings ein Schutzengel über seiner Dame zu schweben, denn sie stand ungeschützt in der Wirkungslinie eines Läufers – und das gleich zwei Züge lang!
In der Mittagspause versuchten wir dann diesen Schutzengel im Himmel zu erreichen – oder so ähnlich… Mattis kletterte souverän bis ganz oben auf das Klettergerüst aus Seilen und Netzen, wo „Schachi“ (Gavin) sich zu ihm gesellte. Nur Jessi hatte so ihre Probleme und hing etwas gefangen in den Seilen…
Nachmittags in der zweiten Runde scheint es aber eine geheime Verschwörung gegen die Damen der Schachzwerge gegeben zu haben, denn in allen drei Partien gingen sie verloren oder wurden auf Abwegen eingefangen. Allerdings hätte Mattis aus seiner eingefangenen Dame noch eine akzeptable bis leicht vorteilhafte Stellung machen können, indem er ebenfalls Figuren mit einem Wert von neun hätte schlagen können. Das ist aber nicht schlimm, denn sowas kann passieren. Damit blieb es bei einem Sieg, übrigens der einzige für Sachsen-Anhalt.
Abends gab es dann noch eine gemütliche Runde mit Aufgaben, die sich die fleißige Lotte gewünscht hat, sowie Rundschach (byzantinisches Schach) für sie. Währenddessen spielten auch zwei mutige Mamas der Kinder eine Partie, in der alle Schachzwerge als Abschlussaufgabe des Tages das Matt in eins suchen durften, was sie natürlich schnell schafften.



Erfolgreicher Trainingsstart im Tal der Ahnungslosen

IEM U8 Sebnitz 2020 Posted on Mo, Oktober 19, 2020 00:09:57

Heute Nachmittag sind alle Schachzwerge mit ihren Eltern fröhlich, aber müde in Sebnitz bei der deutschen U8-Meisterschaft angekommen. Zuletzt trudelten auch wir Trainer ein. Wir mussten uns dann nach der Anmeldung etwas beeilen, da es ungewöhnlicherweise schon um 17:30 Uhr Abendessen gibt, für das nur eine Dreiviertelstunde Zeit ist. Dafür gab es ein reichhaltiges Buffet. Viel Zeit hatten wir Trainer noch nicht, unser neues Zwergenlager zu erkunden. Allerdings haben das die Kinder schon ein wenig getan und sind jetzt unsere Experten.
Nach dem Abendessen gab es dann noch etwas Schachtraining. Trainer Gavin hat den Zwergen ein paar Eröffnungsfallen gezeigt. Welche, verraten wir natürlich nicht, lasst euch überraschen! Anschließend duellierten sich noch Lotte und Lennert, wobei Lennert knapp die Oberhand behielt, da Lotte leider ihren Turm einsam und traurig werden ließ, als sie selbst mit einem Springer angreifen wollte. Lennert hat gut aufgepasst und das darauffolgende zweizügige Matt gefunden. Daraufhin spielte Mattis noch gegen Lotte eine Runde Laserschach, was er souverän für sich entscheiden konnte – trotz Müdigkeit. Lotte besiegte anschließend noch ihre Mama, womit jeder Schachzwerg einmal gewonnen hat.
Damit waren alle zufrieden und konnten endlich schlafen gehen, denn morgen geht es schon um viertel acht (übersetzt für Wessis wie Betreuerin Jessi: viertel nach sieben) zum Frühstück und um neun ist die erste Spielrunde. Lotte und Lennert werden dort bereits ein internationales Duell gegen jeweils ein Mädchen aus Polen spielen. Mattis hat zunächst einen schwereren Gegner mit einer DWZ von 1307. Die zweite Runde wird am Nachmittag stattfinden. Wir sind gespannt!



Von Wasserratten und Klettermäusen … (Tag 3 und 4 des Coronalagers)

Sommerlager 2020 Posted on Do, Juli 23, 2020 09:07:47

Manche Tage sind so voll, dass man nicht mehr dazu kommt, sie aufzuschreiben. Unser Dienstag und Mittwoch im Sommerlager in Osterburg waren solch ereignisreiche Tage. Der Dienstag begann mit Trainingseinheiten zum Anastasiamatt und dem Traxler- Angriff. Danach ging es auf Tartan, Sand und im Kletterparcour. Während mancher (Trainer) ganz schön in den Seilen hing, schafften es Julius und Luise am schnellsten und nahezu ohne Fehler durch den Parcour.

Beim Mittagessen gab es dann ein Patt. 7- mal Bandnudeln mit Speck und 7- mal die Ofenkartoffel. Das war zuvor noch nie in der Geschichte der Schachzwergelager vorgekommen. Und das wird vermutlich auch in diesem Lager nicht mehr, denn die nächsten beiden Entscheidungen ums Essen fielen fast einstimmig aus. Mit jeweils einer Gegenstimme. Dabei fragt sich der Schreiber dieses Blogs immer noch, was gegen Bratwurstschnecken und Gnocchi mit Thunfisch- Tomatensoße einzuwenden ist. Ist doch eigentlich lecker oder wie seht ihr das?

Am Nachmittag wurde dann erstmal Turnier gespielt. In der Gruppe der Grundschüler zog sich das Feld zusammen und es schien nochmal spannend zu werden. Und auch in der A- Gruppe schien es nochmal knapp zu werden. Alle vier behielten noch Chancen auf den Pokal, der dann nach einem kuriosen Finale am Mittwoch an Jakob, den Jüngsten der Gruppe ging. Johannes und Thaddeus teilten sich Platz 2, Svenja wurde Dritte.

Der Rest der beiden Tage stand im Zeichen der Schwimmhalle und der Abendturniere. Am Dienstag gab es ein Schachzwergewettrennen, welches Thaddeus gewann. Bester Grundschüler wurde Romeo, bestes Mädchen Paula. Am Mittwoch flogen dann die alljährlichen Wasserbomben durch die Luft und wenn sie auf dem Sand aufprallten, wurde unsere Schachzwerge pudelnass. Und nicht nur die. Dank einer Verschwörung zwischen Trainer und Schachzwergen wurde schließlich auch der andere Trainer nass.

Bei den beiden Abendturnieren zeichneten dann heiße Duelle ab. Auch weil mit den Kleinsten im Bunde, Joshua und Lotte, zwei Mattspezialisten am Werke waren. Im Tandem kann das schon mal wertvoll sein, wenn die Mitspieler harte Nüsse zu knacken haben. Am Ende setzten sich mit 5 Siegen aus 5 Spielen Thaddeus und Joshua durch.

Am Mittwochabend war dann eigentlich das Überraschungsturnier angesetzt. Doch die Fußballschach- Vorrunde zermürbte die Grundschüler dermaßen, dass die einhellige Meinung war, ins Bett zu gehen, und am nächsten Tag weiterzuspielen. So wird das Final Four im 5- Schach, also erst am Donnerstag ausgetragen. Paula trifft auf Julius und Joshua auf Laura. Kleiner Tipp also für alle Eltern, wenn ihr eure Kinder ins Bett bewegen wollt: Spielt mit ihnen Fußballschach! Es fördert den Geist und die Müdigkeit. 😉

Bilder folgen mit dem nächsten Beitrag …



Tag 2: Teamgeister und andere Gruseligkeiten

Sommerlager 2020 Posted on Di, Juli 21, 2020 21:00:38

Unser erster voller Tag in Osterburg begann mit einem heftigen Gewitter, das über den Tag auch immer noch sintflutartige Regenschauer vorbei schickte und unseren Zeitplan durcheinander würfelte. Die ganze Nacht donnerte es und wie es sich für ein „gruseliges Gewitter“ gehört, schickte es auch ein Gespenst bei uns vorbei. Glaubt ihr nicht? Ok, Gordon glaubt auch (noch) nicht dran, aber die Kinder sind sich da nicht so ganz sicher. Schließlich war es weiß, konnte fliegen und heute früh waren einige Zimmertüren wie von Geisterhand geöffnet. Das war vielleicht wirklich die Putzfrau, aber immerhin gibt es auch ein Beweisfoto vom Gespenst…

Nun ja, nach dem montäglichen Frühstück folgte das erste Training. Suchstragien, Mattdrohung und Mattverteidigung sorgten vor allem bei Luise und Joshua für Knoten im Gehirn. Schließlich jedoch, wussten auch sie, was wann zu tun ist und sein wird. Zudem wurden Vorträge verteilt, aus denen mit ein bisschen Glück auch noch ein cooles Plakat für unser Vereinsheim herausspringt. Und tatsächlich macht das der gesamten Gruppe soviel Spaß, dass sie sogar nach dem Kinoabend (geschaut wurde „Ab in die Hecke“) noch unbedingt am Vortrag weiterarbeiten wollten. Habt ihr das schon mal erlebt? Beim Kinoabend gab es übrigens Wachteleier von einem großzügigen Spender. Und tatsächlich trauten sich immerhin 5 Schachzwerge ein Ei zu probieren. Der Rest schwankte zwischen: „Das sieht komisch aus!“ und „Sind da Küken drin?“ (Zitat Paula).

Auch die ersten Turnierpartien wurden heute gespielt und es gab sogar schon zwei kleinere Überraschungen durch unsere Jungtalente. Jakob gewann nämlich gegen Thaddeus und Luise besiegte Paula.

Der „Bauernmörder“ trieb auch wieder sein Unwesen, aber er schaffte es nur (spielerisch) zwei Zwerge zu „töten“, bevor er enttarnt wurde. Diesmal war es Johannes, wer es beim nächsten Mal wird, sehen wir vielleicht schon morgen.

Sportlich gesehen standen heute Völkerball und Schwimmen auf dem Programm. Letzteres war nach der „Völkerschlacht von Osterburg“, die sagenhafte 65 Minuten dauerte auch dringend notwendig. Am Ende besiegte Romeos Team denkbar knapp mit 3:2 Team Thaddeus. Immer wieder wogte das Spiel hin und her und keins schaffte es, das andere Team bis auf den Kapitän zu reduzieren. Zum Schluss gelang es dann beiden gleichzeitig. Im Schwimmbad zeigte dann Paula, dass sie auch unter Wasser (immerhin ganze neun) Purzelbäume schlagen kann und die Jungs bewiesen, dass sie seht tief tauchen können.



Weiter »